• Kleinbauernrechte
  • Sierra-Leone
  • Jahresbericht
  • Aktuelles

Jahresbericht 2017

Das vergangene Jahr war ein sehr arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr: Wir haben 2017 intensiv zum Thema Mangelernährung und Agrarökologie gearbeitet. In der Fallarbeit konnte die Kooperation mit unseren Partner*innen in Sierra Leone gestärkt werden und ihre Arbeit für Selbstbestimmung und Ernährungssouveränität mit Unterstützung der Stadt Wien ausgebaut werden. Aber auch in Österreich wurden wichtige Themen vorangebracht: Im Rahmen der Armutskonferenz brachte sich FIAN entscheidend im Bereich der Einforderung Sozialer Rechte vor Gericht ein. Da wir diese so wichtige Arbeit weiterführen möchten, war 2017 aber auch ein Jahr, in dem wir uns als Organisation auf ein Krisenjahr vorbereiten mussten, da 2018 wichtige Förderungen weggefallen sind. Die Arbeit von FIAN für ein menschenrechtskonformes Ernährungssystem ist so erfolgreich, weil wir mit vielen begeisterten Menschen und Bewegungen hier in Österreich und weltweit zusammenarbeiten dürfen. Daher ein großes Dankeschön an alle, die uns auf so vielfältige Weise unterstützen!

  • Recht-auf-Nahrung
  • Mangelernahrung
  • Soziale-Rechte

Urban policy for food sovereignty

Die dritte Ausgabe aus der Reihe "Think Piece Series Food for Thought" beschäftigt sich mit dem Einfluss von Städteboom und Urbanisierung auf die Zukunft des Ernährungssystems.

Nachdem in der Vorgänger-Ausgabe bereits das Potenzial von public policies untersucht wurde, geht es dieses Mal darum, wie städtische Politik zu Ernährungssouveranität, also zum Recht von Menschen, selbst über ihre Ernährungs- und Landwirtschaftssysteme zu bestimmen, beitragen kann. Es wird vorgestellt, wie menschenrechtsbasierte soziale Bewegungen und in der Gemeinschaft verankerte Organisationen dafür Raum in der Kommunalpolitik europäischer Städte erkämpft haben und welche Lehren andere Aktivisten und sozialen Bewegungen daraus ziehen können, die sich mit ähnlichen Fragen beschäftigen.

Die Reihe “Think Piece Series Food for Thought” ist ein gemeinsames Projekt von Transnational Institute, FIAN International, Hands on the Land und Terra Nuova.

  • Recht-auf-Nahrung
  • Kleinbauernrechte
  • Landgrabbing
  • Mangelernahrung
  • Soziale-Rechte
  • Konzerne
  • FOODFirst
  • Sierra-Leone

FOODFirst Magazin 1/2018

Unter der zunehmend industrialisierten und konzentrierten Landwirtschaft leiden vor allem Kleinbäuer*innen im Globalen Süden. Ihnen bleibt immer öfter der Zugang zu grundlegenden Ressourcen wie Land, Wasser und vor allem Saatgut verwehrt. Dabei könnten gerade Kleinbäuer*innen zu der Diversität beitragen, die es braucht, um Hunger und Mangelernährung zu bekämpfen.

Das Konzept der Agrarökologie stellt der konzerndominierten Realität ein demokratisches und umweltfreundliches Modell entgegen. In dieser Ausgabe des FOODFirst-Magazins stellen wir den Ansatz vor und zeigen auf, welche Chance er für die Verwirklichung des Rechts auf Nahrung hat.

Darüber hinaus berichten wir unter anderem über den Stand unserer Projekte in Uganda und Sierra Leone sowie über neue Entwicklungen bei der UN-Deklaration für kleinbäuerliche Rechte und dem TNC-Treaty zu Wirtschaft und Menschenrechten. Aus der nationalen Arbeit steht FIANs Engagement in der Armutskonferenz im Mittelpunkt dieser Ausgabe.

Die Ausgabe ist leider vergriffen und daher nur noch online verfügbar.

  • Kleinbauernrechte
  • Mangelernährung
  • Agrarsysteme

Business profits or diverse food systems?

Ein neuer Bericht enthüllt, wie Unternehmen und Regierungen in Westafrika aktiv auf kommerzielles Saatgut drängen. Das hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Ernährung und Rechte der Menschen.

In Westafrika stammt mehr als 80% des von bäuerlichen Gemeinschaften genutzten Saatguts von traditionellen Arten und Sorten. Die Samen werden nach den üblichen Gepflogenheiten ausgewählt, gespeichert, verwendet und ausgetauscht. Trotz der Gewährleistung vielfältiger Nahrungsmittelsysteme und Rechte der ländlichen Bevölkerung durch traditionelle Praxen im Umgang mit Saatgut, werden diese Systeme angegriffen: Regierungen, Unternehmen und Entwicklungsorganisationen fördern proaktiv kommerzielles Saatgut und Rechte an geistigem Eigentum.

Ein neuer Bericht, des Global Network for the Right to Food and Nutrition und der Global Convergence of Land and Water Struggles – Westafrika, beschreibt die Mechanismen einer forcierten Transformation hin zu Landwirtschaft und Ernährungssystemen, die den Interessen der Wirtschaft dienen. Auf der Grundlage von Gesprächen mit mehr als 400 Bauern und Bäuerinnen in Burkina Faso zeigt der Bericht die tiefgreifenden Auswirkungen der Einführung von kommerziellem Saatgut auf das Leben der Bauerngemeinschaften. Diese reichen vom Verlust von bäuerlichen Sorten über mehr externe Input-abhängige Landwirtschaftsmodelle bis hin zu weniger abwechslungsreichen Diäten.

  • Recht-auf-Nahrung
  • Kleinbauern

Briefing on Collective Rights

Policy Briefing über kollektive Rechte in der UN-Erklärung für die Rechte von Kleinbäuer*innen.
Bäuer*innen, Indigene, Fischer*innen und Nomaden haben lange darauf aufmerksam gemacht, dass wenn die Menchenrechte ausschließlich als individuelle Rechte anerkannt werden, sie die wesentliche Rolle vernachlässigen, die Gemeinschaftsbeziehungen bei der Verwaltung und Nutzung kommunaler Ressourcen, beim Schutz der Rechte der Gemeindemitglieder sowie bei der Erhaltung der Menschenrechte spielen.

In diesem Informationsblatt werden die kollektiven Rechte vorgestellt, die im Entwurf der UN-Erklärung für die Rechte von Kleinbäuer*innen, anerkannt sind. Der rechtliche Status ländlicher und bäuerlicher Gemeinschaften in den nationalen Systemen und im internationalen Menschenrechtsinstrumenten wird zusammen mit einer Analyse der kollektiven Rechte beschrieben, die die Deklaration anerkennen will. Abschließend werden in dieser Publikation die häufigsten Argumente für und gegen die Einbeziehung von Kollektivrechten in die Erklärung erörtert.

  • Recht-auf-Nahrung
  • Agrarsystem

Public policies for food sovereignty

Die erste Ausgabe der "Think Piece Series Food for Thought" befasst sich mit der politischen Bedeutung von öffentlicher Maßnahmen zur Unterstützung der Ernährungssouveränität.

Öffentliche Politiken spielen eine entscheidende Rolle dabei, wie die Zukunft unserer Agrar- und Ernährungssystemen aussieht: Sie können rechtliche Rahmenbedingungen schaffen, um die Verwirklichung des Rechts auf Nahrung zu gewährleisten; Investitionen in kleinbäuerliche Landwirtschaft stärken; und gesellschaftliche Ressourcen zur Unterstützung nachhaltiger Ernährungssysteme auf der Grundlage von menschenwürdiger Arbeit, Umweltintegrität und Gesundheit mobilisieren.

Gegenwärtig sind öffentlichen Maßnahmen jedoch stark auf eine wettbewerbsfähige, spezialisierte und industrielle Form der Landwirtschaft ausgerichtet. Dies macht deutlich, dass öffentliche Maßnahmen Werkzeuge sind, nicht Selbstzweck. Ohne eine solide theoretische Grundlage für einen Wandel hin zu einem ökologisch und sozialgerechten Ernährungssystems, werden die öffentliche Politiken nicht in der Lage sein, den Herausforderungen von Ernährung und Landwirtschaft im 21. Jahrhundert zu begegnen.

Die Publikation vom Transnational Institute, FIAN International, Hands on the Land und Terra Nuova, untersucht diese Diskussion.

  • Recht-auf-Nahrung
  • Aktuell

FIAN Basisfolder

Wer ist FIAN? Was macht FIAN? In unserem neuen Basisfolder „Mit Menschenrechten gegen Hunger!“ erfährst du in Kürze wie wir arbeiten, was uns antreibt und worauf wir uns dabei stützen.

  • Recht-auf-Nahrung
  • Landgrabbing
  • Annual-Report
  • Mangelernährung

Annual Report 2017

Da die Politik vielerorts, die Hauptgründe für die anhaltende Nahrungsmittelkrise ignoriert, hat FIAN International die Bemühungen verstärkt, die Ursachen der Mangelernährung in den Mittelpunkt zu rücken und die Mobilisierung in der Zivilgesellschaft zu fördern. Neben der Unterstützung von marginalisierten Gemeinschaften im Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit, unterstützte FIAN auch weiterhin das Engagement der Zivilgesellschaft und der sozialen Bewegungen in globalen Prozessen der Ernährungspolitik, wie dem Committee on World Food Security.

Ein besorgniserregender Trend der vergangenen Jahre ist die "Finanzialisierung" von Land. Ackerland wird mehr und mehr zu einem Renditeobjekt. Dieser Trend lässt sich zum Beispiel anhand des Falls in der Region MATOPIBA in Brasilien verdeutlichen, der auch im Jahresbericht besprochen wird. Lesen Sie im Jahresbericht, womit sich das weltweite FIAN-Netzwerk 2017 alles beschäftigt hat

  • Landgrabbing
  • Sierra-Leone

Land Grabbing in Sierra Leone: Frauen kämpfen um Land und ihre Rechte

Land konzentriert sich aktuell nicht nur zunehmend in den Händen weniger Agrarkonzerne, sondern ist auch extrem ungleich zwischen Männern und Frauen verteilt. Frauen leiden dadurch besonders unter den Folgen von Land Grabbing, so auch in Makeni in Sierra Leone. FIAN Österreich begleitet diesen Fall von Land Grabbing für Agrartreibstoffe seit einigen Jahren und war 2016 vor Ort. Ausgetragen wird dieses von vielen europäischen Akteuren unterstützte „grüne“ Vorzeigeprojekt vor allem auf den Rücken der Frauen.

  • Recht-auf-Nahrung
  • Agrarsystem
  • Mangelernahrung

Mit Agrarökologie für das Recht auf Nahrung

Nur mit Vielfalt kann Hunger und Mangelernährung beendet werden. Agrarökologie verbessert die Ernährung, denn größere Vielfalt im Anbau bedeutet auch eine größere Vielfalt auf dem Teller. Agrarökologie ist die Grundlage für die Überwindung der industriellen Landwirtschaft. Der ganzheitliche Ansatz rückt die kleinbäuerliche Landwirtschaft ins Zentrum. Er steigert die Produktivität und schützt das Klima. Durch bäuerliche Partizipation werden innovative Methoden entwickelt, um die Welt nachhaltig zu ernähren. Eine Vielzahl an Beispielen aus aller Welt veranschaulichen das Potenzial von Agrarökologie und dessen ganzheitlichen Charakter.

  • Kleinbauernrechte

Rechte von Kleinbäuer*innen

Gerade diejenigen, die einen Großteil der weltweiten Lebensmittel produzieren, leiden am meisten Hunger: Kleinbäuer*innen. Grund dafür sind Diskriminierungen vielfacher Art und Weise. Gemeinsam mit La Vía Campesina, dem internationalen Verband der Kleinbäuer*innen, setzt sich FIAN seit 2002 für eine internationale Deklaration für die Rechte von Kleinbäuer*innen und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten, ein.

Wir haben nun unser Factsheet von 2015 aktualisiert. Seit dem ist viel passiert: Der UN-Menschenrechtsrat hat das Mandat der internationalen Arbeitsgruppe am 29. September 2017 verlängert. Dabei ist die Unterstützung auch innerhalb des Menschenrechtsrates gewachsen. Der Beschluss wurde mit 34 Ja-Stimmen gefasst. 2012 wurde das Einsetzen der Arbeitsgruppe nur von 23 Staaten befürwortet. Damals wurde die Entscheidung vor allem von Ländern des Globalen Südens unterstützt, während die Industriestaaten bis auf Norwegen und die Schweiz gegen den Antrag stimmten. FIAN Österreich, die ÖBV – Vía Campesina Austria sowie FIAN Deutschland und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) machen sich gemeinsam mit anderen Organisationen bei der österreichischen und deutschen Regierung für die Erklärung der Rechte von Kleinbäuer*innen stark.

  • Recht-auf-Nahrung
  • Kleinbauernrechte
  • Landgrabbing

Land is a Human Right

Enteignungen und Vertreibungen von Kleinbäuer*innen, ökologische Zerstörung und Privatisierung der Natur nehmen zu. Unter diesen Bedingungen ist es umso wichtiger, das Menschenrecht auf Land und andere natürliche Ressourcen zu stärken. Im Mittelpunkt müssen dabei die betroffenen Menschen und Gemeinschaften stehen.

Die neue Publikation schlägt vor, das Menschenrecht auf Land als das Recht jedes Menschen anzuerkennen, Land und damit verbundene natürliche Ressourcen - einzeln oder in Gemeinschaft - wirksam zu nutzen, um sich selbst zu ernähren und die eigene Kultur zu entwickeln. Aufgrund der Tatsache, dass alle Menschen direkt oder indirekt auf Land und andere natürliche Ressourcen zu ihrem Überleben angewiesen sind, sind die Staaten verpflichtet, die Anerkennung, die Achtung, den Schutz und die Erfüllung dieses Rechts zu stärken.

  • Recht-auf-Nahrung
  • Agrarsystem

Right to Food and Nutrition Watch 2017

Während der großen Nahrungsmittelpreiskrise 2007/2008 waren die Zahl der Hungernden auf einem Höhepunkt. Heuer bestehen, trotz einiger Fortschritte, viele der Probleme, die zur Krise führten, weiterhin. In ihren Empfehlungen zur Überwindung der Krise weist die Publikation auf die Notwendigkeit systemischer Transformationen hin, auf einen Übergang zu nachhaltigen Produktions-, Vertriebs- und Verbrauchsmodellen, die auf Solidarität, sozialer, ökologischer und geschlechtsspezifischer Gerechtigkeit und der Garantie aller Menschenrechte basieren.

  • Recht-auf-Nahrung
  • Mangelernahrung
  • Soziale-Rechte
  • Guarani-Kaiowa
  • Konzerne
  • Mir-isst-es-Recht
  • ETOs
  • FOODFirst

FOODFirst Magazin 2017/2

Frei nach dem Motto „Arme bekämpfen statt Armut“ werden derzeit in Österreich politische Kampagnen gefahren, um soziale Errungenschaften abzubauen und Bezieher*innen von sozialstaatlicher Unterstützung an den Rand der Gesellschaft zu drängen. Sie werden zu Bittsteller*innen degradiert und nicht als Rechtsinhaber*innen gesehen. Soziale Missstände sind nicht nur ein gesellschaftliches Problem, sondern in vielen Fällen auch eine Verletzung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte. Die Menschenrechte dienen schließlich dazu, Personen gegen Unterdrückung von Staaten zu schützen. Unterdrückung entsteht auch, wenn in einem Staat Menschen sozial benachteiligt werden - sei dies durch den Staat selbst oder die Gesellschaft als Ganzes. Es geht um das Verhindern staatlicher oder privater Willkür bei der Verteilung (knapper) Ressourcen und um den Schutz der Menschenwürde.

Im FOOD-First Schwerpunkt „Soziale Rechte“ schauen wir, wie es um diese Rechte in Österreich bestellt ist und stellen FIANs Arbeit in der österreichischen Armutskonferenz vor.

Des Weiteren warten in dieser Ausgabe Neuigkeiten aus Brasilien (Seite 8), ein Artikel zu Corporate Capture in Mexiko (Seite 10) und ein Bericht der erfolgreichen FIAN-Sommerakademie (Seite 15) auf Sie.

Druckversion ist leider vergriffen.

  • Aktuell
  • Konzerne
  • TTIP
  • ETOs

Menschen vor Profite

Zwischenstaatliche Abkommen erleichtern Konzernen den Zugang zu Märkten und Rohstoffen und schützen ihre Interessen mit einklagbaren Rechten. Für den Schutz der Menschenrechte bei weltweiten Unternehmensaktivitäten gibt es jedoch bloß freiwillige Leitprinzipien, deren Anerkennung den Staaten wie global agierenden Unternehmen derzeit bloß „empfohlen“ wird. Bei Verstößen haben die Opfer praktisch keine Chance auf Entschädigung und Wiedergutmachung, die Unternehmen bleiben straflos. Das muss sich ändern! Menschenrechte müssen effektiv geschützt werden. Dafür braucht es ein verbindliches Abkommen, in dem die Weltgemeinschaft Unternehmen zur Einhaltung von Menschenrechten verpflichtet.

Dieses Infoblatt informiert über das UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechte, auch TNC-Treaty genannt, und dessen Hintergrund.

  • Monitoring
  • Konzerne
  • ETOs

Handbuch For Human Rights Beyond Borders

In zunehmendem Maße begehen Unternehmen Menschenrechtsverbrechen im Ausland, während die Heimatstaaten wegschauen. Die Erweiterung der Sojamonokulturen in der Region Matopiba in Brasilien und das Abladen von giftigen Müll durch Texaco-Chevron in Ecuador führten zu enormer Umweltzerstörung, Gesundheitsschäden und Menschenrechtsverletzungen. Sie sind nur einige Beispiele für eine lange Liste. Wir müssen handeln! FIAN hat ein Handbuch und ein Toolkit veröffentlicht, worin steht, wie man die Zuständigkeit der Staaten über ihre Menschenrechtsverpflichtungen außerhalb ihres eigenen Territoriums überwacht, um die Kämpfe gegen Menschenrechtsverletzungen durch Konzerne zu stärken.

Hier können Sie das Handbuch herunterladen.

Bitte lesen, verwenden und teilen!

  • Monitoring
  • Konzerne
  • ETOs

Toolkit For Human Rights Beyond Borders

In zunehmendem Maße begehen Unternehmen Menschenrechtsverbrechen im Ausland, während die Heimatstaaten wegschauen. Die Erweiterung der Sojamonokulturen in der Region Matopiba in Brasilien und das Abladen von giftigen Müll durch Texaco-Chevron in Ecuador führten zu enormer Umweltzerstörung, Gesundheitsschäden und Menschenrechtsverletzungen. Sie sind nur einige Beispiele für eine lange Liste. Wir müssen handeln! FIAN hat ein Handbuch und ein Toolkit veröffentlicht, worin steht, wie man die Zuständigkeit der Staaten über ihre Menschenrechtsverpflichtungen außerhalb ihres eigenen Territoriums überwacht, um die Kämpfe gegen Menschenrechtsverletzungen durch Konzerne zu stärken.

Hier können Sie das Toolkit herunterladen.

Bitte lesen, verwenden und teilen!

  • Konzerne
  • Mangelernährung

Von der Vielfalt zum Mangel

Neue Studie von FIAN Österreich deckt auf: Einfluss von Konzernen auf Regierungen und UN-Institutionen im Bereich Mangelernährung wächst rapide.

Was auf unseren Tellern landet, wird zunehmend durch transnationale Konzerne beeinflusst. Transnationale Konzerne sind die Global Player im Spiel um unsere Ressourcen und Ernährung. FIAN deckt Allianzen von Regierungen und Konzernen auf, die die Anreicherung von Grundnahrungsmitteln mit künstlichen Vitaminen und Mineralstoffen – auch mit Hilfe von Gentechnik – im Globalen Süden propagieren. Die Fallbeispiele in der Studie bringen ans Licht: Unternehmen wie Monsanto, Nestle oder Unilever sichern sich unter dem Deckmantel der Bekämpfung von Mangelernährung satte Gewinne auf Kosten unserer Gesundheit und Umwelt. Dabei erlangen sie zunehmend Einfluss auf Regierungsprogramme sowie einflussreiche UN-Gremien. Damit wird ein unabhängiger, globaler Diskurs zu Ernährung durch Profitinteressen untergraben. Mangelernährung wird dadurch nicht bekämpft, sondern verstärkt.

  • Monitoring
  • Agrarsystem

International Climate Finance Mechanisms and Extraterritorial Human Rights Obligations: Status Quo and Future Prospects

Internationale Klima- und Finanzierungsmechanismen als Auslöser von Menschenrechtsverletzungen? Industrieländer finanzieren Klimaschutzinvestitionen in Entwicklungsländern, bei denen die lokale Bevölkerung und deren Rechte oft zur Nebensache werden. Der FIAN-Arbeitskreis Klima hat hierzu eine Studie veröffentlicht und verschiedene Klimaschutzinstrumente auf ihre menschenrechtliche Komponente hin untersucht.

  • Landgrabbing
  • Mosambik
  • Uganda
  • Sierra-Leone

Landgrabbing und Menschenrechte

FIAN veröffentlicht eine Untersuchung über Landkonflikte in Ländern des Globalen Südens, die durch europäische Investitionen verursacht werden. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Akteure aus Europa oftmals an Landgrabbing beteiligt sind und dass die Politik auf die hiermit verbundenen menschenrechtlichen Probleme bislang kaum angemessene Antworten gefunden hat. Die Publikation dokumentiert u.a. Fälle von Landgrabbing in Sambia, Uganda, Kongo und Mosambik.Broschüre ist eine deutschsprachige Zusammenfassung der Studie „Land Grabbing and Human Rights: The Involvement of European Corporate and Financial Entities in Land Grabbing outside the European Union“, die im Mai 2016 im Auftrag des Europäischen Parlaments veröffentlicht wurde. Die Studie beschreibt eine Vielzahl bislang ausgebliebener Handlungsmöglichkeiten der EU und ihrer Mitgliedstaaten, um das weltweite Landgrabbing zu reduzieren.

  • Mangelernahrung
  • Konzerne
  • FOODFirst
  • Uganda

FOODFirst Magazin 2017/1

Was auf unseren Tellern landet, wird zunehmend durch transnationale Konzerne beeinflusst. Sie sind die Global Player im Spiel um unsere Ressourcen und Ernährung. Besonders perfide ist, dass sie sich Gewinne auf Kosten kleinbäuerlicher Existenzen, der Gesundheit und Umwelt unter dem Deckmantel der Hungerbekämpfung sichern. Dabei gewinnen sie zunehmend Einfluss auf Regierungsprogramme sowie UN-Gremien. So werden Investmentfonds zu Akteuren der Entwicklungshilfe und Lebensmittelkonzerne wie Nestlé oder Coca Cola verschreiben sich angeblich dem Kampf gegen Mangelernährung. Mit diesen erschreckenden Entwicklungen befasst sich der Schwerpunkt dieser Ausgabe.

Angesichts dieser Entwicklungen, ist der Einsatz für das Recht auf Nahrung umso wichtiger geworden. Menschenrechtsarbeit braucht einen langen Atem und Kontinuität. Daher freuen wir uns, auch von einigen Erfolgen auf dem Weg zu einer Welt frei von Hunger berichten zu können: Das EU-Parlament erkennt die Landkonzentration in Europa als Problem an, sowie dass die gemeinsame europäische Agrarpolitik dazu beiträgt (Seite 8). Österreich will sich an der Sitzung der UN-Arbeitsgruppe zur Erklärung für die Rechte von Kleinbäuer*innen einbringen (Seite 9) und Österreich hat im Rahmen des UPR-Verfahren am Menschenrechtsrat in Genf zumindest einen Teil der Vorschläge von FIAN Brasilien und dem Indigenenrat CIMI sowie eine konkrete Empfehlung zu Rechten von Indigenen in seinem Statement aufgenommen (Seite 11).

Druckversion ist leider vergriffen.

  • Recht-auf-Nahrung
  • Aktuell
  • Konzerne

Human Rights for People’s Sovereignty

In seiner neuen Broschüre „Human Rights for People’s Sovereignty - How to Govern over Transnational Corporations?“ setzt sich Rolf Künnemann kritisch mit dem strategischen Einsatz des Menschenrechtsdiskurses durch transnationale Konzerne auseinander. Diese Vereinnahmung von Menschenrechten zu PR-Zwecken wird auch als ‚Corporate Capture‘ bezeichnet. Die Verwirklichung von Menschenrechten ist jedoch keine moralische Frage, sondern ein politischer Anspruch aller: Weltweit haben sich Staaten zur Wahrung dieser Rechte verpflichtet.

  • Jahresbericht

Jahresbericht 2016

2016 war ein spannendes und vielfältiges Jahr für FIAN: Schwerpunkte unserer Arbeit waren unter anderem die Rolle Europas beim globalen Land Grabbing, der Einfluss transnationaler Konzerne auf die Agrar- und Ernährungspolitik und die Krise des Milchmarkts in Österreich. Wir möchten vor allem Alternativen aufzeigen: Seien es ein Menschenrechts-Abkommen zu transnationalen Konzernen, alternative Wege in der Verwaltung von Land oder eine Kehrtwende in der Milchpolitik. An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei allen Mitgliedern, Aktivist*innen und Fördergeber*innen bedanken! Nur Dank Ihrer großen Unterstützung können wir gemeinsam etwas bewegen und gehen auch 2017 Schritt für Schritt gen eine Welt frei von Hunger.

  • Recht-auf-Nahrung

Positionspapier: Sustainable Development Goals (SDGs)

FIAN Österreich hat sich die SDGs unter dem Gesichtspunkt des Rechts auf Nahrung angeschaut und ein Positionspapier verfasst. Wir sehen viele positive Punkte, erkennen aber auch Lücken und äußern unsere Bedenken.

  • Aktuell
  • Landgrabbing
  • ETOs
  • Uganda

Land Grabbing and Human Rights: The Role of EU Actors Abroad

Während die Rolle von Investitionen aus China oder den Golfstaaten mehr Aufmerksamkeit bekommen hat, wurde die Rolle der EU und ihrer Mitgliedstaaten im globalen Land Grabbing bisher eher selten beleuchtet. Die Publikation „Land Grabbing and Human Rights: The Role of EU Actors Abroad“ von FIAN International und „Hands on the Land for Food Sovereignty“ zeigt, inwiefern verschiedenste Akteure der EU an Land Grabbing und damit verbundenen Menschenrechtsverletzungen beteiligt sind.

Diese Publikation ist die Kurzfassung einer Studie von 2016 von FIAN International und niederländische Institute for Social Studie (ISS), die vom EU-Parlament in Auftrag gegeben wurde.

Juli 2018

letzter Monat nächsten Monat

MoDiMiDoFrSaSo
25262728293001
02030405060708
09101112131415
16171819202122
23242526272829
30310102030405
nach oben