Mubende – Uganda: Militär, Vertreibung und Kaffeeplantagen

2001 wurden im ugandischen Bezirk Mubende über 2000 Menschen von der ugandischen Armee aus ihren Dörfern vertrieben, weil die ugandische Regierung das Land an die Kaweri Kaffee-Plantage verpachtet hatte. Kaweri ist eine Tochterfirma der Neumann Kaffee Gruppe in Hamburg. Bei dieser Vertreibung wurden alle Häuser, Felder und Nahrungsmittel zerstört. Die Betroffenen mussten ohne jeglichen Schutz und Nahrungsmittel in den angrenzenden Wäldern kampieren. Bis heute sind diese Menschen aufgrund fehlenden Zugangs zu Land oder anderen ausreichenden Einkommensquellen in schwerwiegendem Ausmaß Hunger und Mangelernährung sowie Verletzungen weiterer wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Menschenrechte ausgesetzt.

Bis heute wurden die Vertriebenen nicht entschädigt. Doch sie fordern ihre Rechte ein. Dabei wirkt FIAN unterstützend mit, damit die begangenen Menschenrechtsverletzungen geahndet, die Opfer angemessen entschädigt und das Recht auf Nahrung realisiert werden kann.

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FOODFirst Magazin "Global Player spielen mit falschen Karten"

Unser aktuelles FOODFirst ist in Druck. Diese Ausgabe widmet sich dem Trend privat-öffentlicher Partnerschaften, die transnationalen Konzernen einen enormen Einfluss auf politische Entscheidungen ermöglichen - auch bekannt unter dem Begriff "Corporate Capture"

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Film: Der Fall Mubende

Im August 2001 wurden im Distrikt Mubende in Uganda 4.000 Menschen von ihrem Land vertrieben, um Platz zu schaffen für eine neue Plantage der „Neumann Kaffee Gruppe“ aus Hamburg, dem weltweit führenden Rohkaffee-Händler. Ugandische Soldaten walzten in vier Dörfern Häuser und Hütten nieder, zerstörten Felder und Lebensmittelvorräte. In Folge der gewaltsamen Räumung starben mehrere Menschen.

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Coffee to go – Mit dem Geschmack der Vertreibung

Am 19. August 2001 vertrieben in Uganda Soldaten die Bevölkerung mehrerer Dörfer in der Nähe der Stadt Mubende aus ihren Häusern. Es kam zu Toten und Verletzten. Nutznießer war die Hamburger Neumann Kaffee Gruppe, die auf dem Land die Kaweri Kaffeeplantage betreibt. Entschädigt wurden die Vertriebenen bis heute nicht.

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Uganda/Mubende: Hunger muss vor Gericht!

Die Straflosigkeit muss ein Ende nehmen!

Wien, 28.11.2011 - Vor mehr als zehn Jahren wurden rund 400 Bauernfamilien in Mubende, Uganda, von ihrem Land und aus ihren Dörfern vertrieben. Sie mussten einer Kaffeeplantage weichen. Sowohl die ugandische Regierung als auch die deutsche Neumann Kaffee Gruppe müssen endlich für die Verletzung des Rechts auf Nahrung verantwortlich gemacht werden. Die Straflosigkeit muss ein Ende nehmen!

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