Jahresbericht 2017

Das vergangene Jahr war ein sehr arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr: Wir haben 2017 intensiv zum Thema Mangelernährung und Agrarökologie gearbeitet. In der Fallarbeit konnte die Kooperation mit unseren Partner*innen in Sierra Leone gestärkt werden und ihre Arbeit für Selbstbestimmung und Ernährungssouveränität mit Unterstützung der Stadt Wien ausgebaut werden. Aber auch in Österreich wurden wichtige Themen vorangebracht: Im Rahmen der Armutskonferenz brachte sich FIAN entscheidend im Bereich der Einforderung Sozialer Rechte vor Gericht ein. Da wir diese so wichtige Arbeit weiterführen möchten, war 2017 aber auch ein Jahr, in dem wir uns als Organisation auf ein Krisenjahr vorbereiten mussten, da 2018 wichtige Förderungen weggefallen sind. Die Arbeit von FIAN für ein menschenrechtskonformes Ernährungssystem ist so erfolgreich, weil wir mit vielen begeisterten Menschen und Bewegungen hier in Österreich und weltweit zusammenarbeiten dürfen. Daher ein großes Dankeschön an alle, die uns auf so vielfältige Weise unterstützen!

Annual Report 2017

Da die Politik vielerorts, die Hauptgründe für die anhaltende Nahrungsmittelkrise ignoriert, hat FIAN International die Bemühungen verstärkt, die Ursachen der Mangelernährung in den Mittelpunkt zu rücken und die Mobilisierung in der Zivilgesellschaft zu fördern. Neben der Unterstützung von marginalisierten Gemeinschaften im Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit, unterstützte FIAN auch weiterhin das Engagement der Zivilgesellschaft und der sozialen Bewegungen in globalen Prozessen der Ernährungspolitik, wie dem Committee on World Food Security.

Ein besorgniserregender Trend der vergangenen Jahre ist die "Finanzialisierung" von Land. Ackerland wird mehr und mehr zu einem Renditeobjekt. Dieser Trend lässt sich zum Beispiel anhand des Falls in der Region MATOPIBA in Brasilien verdeutlichen, der auch im Jahresbericht besprochen wird. Lesen Sie im Jahresbericht, womit sich das weltweite FIAN-Netzwerk 2017 alles beschäftigt hat

Jahresbericht 2016

2016 war ein spannendes und vielfältiges Jahr für FIAN: Schwerpunkte unserer Arbeit waren unter anderem die Rolle Europas beim globalen Land Grabbing, der Einfluss transnationaler Konzerne auf die Agrar- und Ernährungspolitik und die Krise des Milchmarkts in Österreich. Wir möchten vor allem Alternativen aufzeigen: Seien es ein Menschenrechts-Abkommen zu transnationalen Konzernen, alternative Wege in der Verwaltung von Land oder eine Kehrtwende in der Milchpolitik. An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei allen Mitgliedern, Aktivist*innen und Fördergeber*innen bedanken! Nur Dank Ihrer großen Unterstützung können wir gemeinsam etwas bewegen und gehen auch 2017 Schritt für Schritt gen eine Welt frei von Hunger.

Annual Report 2016

2016 - Jahr der Umwälzungen

In Zeiten der Veränderung kämpfte FIAN International weiterhin für das Recht auf Nahrung, zeigt der Jahresbericht 2016.

Laut FIAN Internationals Generalsekretärin Sofia Monsalve wurden FIANs Aktivitäten im Kontext des Wandels durchgeführt. In ihren Worten war Veränderung im vergangenen Jahr grundlegend: "Alternative Denkweisen sind stärker geworden als je zuvor und rütteln an den Grundlagen dessen, was einige als stabile Systeme betrachteten. Leider haben in manchen Ländern die lautesten Stimmen oft reaktionäre Gedanken verbreitet und die Schwächung der Menschenrechte ausgelöst". Zur aktuellen Lage der Menschenrechte sagt sie: "Nicht nur Fortschritte im Bereich der Menschenrechte zu erzielen, scheint anspruchsvoll zu sein, sondern auch die bereits errungenen Erfolge sind gefährdet. Und genau deshalb müssen wir handeln".

Der Bericht zeichnet eine Zukunftsvision und bekräftigt erneut, dass die am stärksten betroffenen Gruppen in politischen Entscheidungsprozess im Mittelpunkt stehen müssen, um die strukturellen Ursachen von Hunger und Mangelernährung effektiv zu bekämpfen.

Jahresbericht 2015

2015 stand für FIAN im Zeichen von Klimagerechtigkeit und Konzernmacht. Wir setzten uns kritisch mit der zunehmenden Konzerndominanz im Ernährungssystem und der Scheinbekämpfung der Mangelernährung durch industriegetriebene High-Tech-Lösungen auseinander. Die gravierende Einflussnahme der Multis begleitete uns auch am UN-Klimagipfel in Paris. FIAN stellte sich 2015 vehement gegen propagierte Klimaschutzmaßnahmen wie „Climate Smart Agriculture“, die im wesentlichen Land Grabbing unter dem Deckmantel des Klimaschutzes vorantreiben. Es braucht eine radikale Transformation unseres Ernährungssystems weg vom industriellen Modell hin zum Recht auf Nahrung und Ernährungssouveränität. Es besteht kein Zweifel daran, dass der Kampf für die Verwirklichung des Menschenrechts auf Nahrung weiter verstärkt werden muss. Wir danken allen Mitgliedern, Spender_innen und Aktivist_innen, die sich 2015 gemeinsam mit uns für eine Welt frei von Hunger eingesetzt haben. Auf ein erfolgreiches Jahr 2016, es bleibt noch viel zu tun!

Jahresbericht 2014

Arbeitsschwerpunkte von FIAN Österreich 2014 waren unter anderen die menschenrechtlichen extraterritorialen Staatenpflichten und der zunehmende Einfluss von Konzernen auf politische Entscheidungsmechanismen. Auch wichtig war unsere Studie zu Land Grabbing durch österreichische Unternehmen in Osteuropa.

Jahresbericht 2013

Das von FIAN Österreich ins Leben gerufene WSK Rechte Forum veröffentlichte 2013 seinen Parallelbericht zu wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Rechten. Daneben haben wir uns 2013 für die internationale zivilgesellschaftliche Konferenz Vienna+20 und für die Flüchtlinge des Refugee Protest Camp in Wien engagiert.

Jahresbericht 2012

Im Jahr 2012 ist viel passiert: Die Gründung des WSK Rechte Forums, der erfolgreiche Besuch unserer Projektpartner_innen aus Mosambik, unsere Projekte „Mit Menschenrechten gegen Hungerkrisen“ oder „Hungry for Justice“ sowie unsere Aufklärungsarbeit über Land Grabbing in Afrika und die fatalen Auswirkungen des Agrartreibstoffbooms.

Jahresbericht 2011

2011 hat FIAN Österreich zahlreiche Projekte, Kampagnen und Kooperationen durchgeführt, in deren Zentrum das Recht auf Nahrung stand: In Krems fand das erste Nyéléni Europe statt, Peter Kayiira von unseren Projektpartner_innen in Uganda war zu Gast in Wien und wir haben eine Konferenz zu extraterritorialen Staatenpflichten organisiert.

Jahresbericht 2010

2010 startete zum ersten Mal die Restaurantaktion „Mir isst es Recht“. Während des Aktionszeitraums konnten die Gäste der teilnehmenden Lokale 1,00 bis 1,50 Euro pro verkauftem Gericht an FIAN Österreich spenden. Eine weitere Neuheit war der Tee zur Stärkung der Menschenrechte.

Jahresbericht 2009

Im Jahr 2009 wurden insgesamt 15 internationale FIAN-Eilaktionen durchgeführt. 2009 war auch der Kampagnenabschluss von „Face-It-Act-Now“: Mit Briefaktionen konnte etwa für die indigene Gemeinschaft Yanadi im indischen Andhra Pradesh, die vom Bau eines Hafens negativ betroffen war, im Juni ein Zwischenerfolg erzielt werden.

Jahresbericht 2008

Rund um den Welternährungstag 2008 standen für FIAN Österreich gleich zwei größere Events auf der Tagesordnung: Die alljährliche Straßenaktion und eine Pressekonferenz zu dem von FIAN International mitherausgegebenen „Right to Food and Nutrition Watch“. Des Weiteren stand das Themen Goldabbau in Ghana im Fokus unserer Arbeit.

Jahresbericht 2007

2007 startete FIAN Österreich die neue Kampagne „Face It – Act Now“. FIAN-Mitglieder und Partner_innen aus verschiedenen europäischen Ländern wollen Unterstützer_innen gewinnen für gemeinsame Ziele: Etwa die Regierungen Europas und der Europäischen Union dazu zu bringen, eine führende Rolle in der weltweiten Verwirklichung des Menschenrechts auf Nahrung einzunehmen.

Jahresbericht 2006

Im Dezember 2006 fanden zum ersten Mal die Filmtage „Hunger.Macht.Profite.“ zum Recht auf Nahrung statt. Über 250 Besucher_innen nahmen insgesamt teil. Außerdem haben wir den im letzten Jahr verfassten Parallelbericht zu wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Rechten im österreichischen Parlament vorgestellt.

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