Sambia: Entwicklungsfinanzierung - Agrar-Business - Menschenrechte

Interview mit Plantagenarbeiterin in Sambia (Mpika).JPG

In Sambia verschärft die rasante Expansion des Agribusiness Landkonflikte insbesondere in Gebieten mit fruchtbaren Böden, gutem Zugang zu Wasser und funktionierender Verkehrsanbindung. Um immer größere Flächen zu erschließen, kommt es zudem zu massiven Waldrodungen. Obwohl das Land kaum industrialisiert ist, zählt Sambia dadurch zu den zwanzig größten CO2-Emmitenten weltweit.

Die Expansion des Agribusiness wurde auch durch Kreditvergaben europäischer Entwicklungsbanken (EDFI) im Rahmen des Entwicklungsfonds AATIF forciert.

FIAN Recherchen dokumentieren die menschenrechtlichen Probleme infolge von Agrar-Investitionen in Sambia: Gewaltsame Vertreibung, prekäre Beschäftigung auf Großfarmen und mangelnde Ernährungssicherheit sind das Resultat der Profitgier der beteiligten Unternehmen.

Die Verdrängung von Kleinbäuer*innen und die Gefährdungen für die Verwirklichung des Rechts auf Nahrung durch die industrialisierte Landwirtschaft, kritisierte auch die damalige UN-Sonderberichterstatterin für das Recht auf Nahrung, Hilal Elver, in ihrem 2018 erschienenen Bericht zu Sambia.

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