Guarani-Kaiowá - Brasilien: Indigenen wird Anerkennung ihres Landes verweigert

Die Guarani-Kaiowá im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul kämpfen seit Jahrzehnten für die Durchsetzung ihrer von der brasilianischen Verfassung garantierten Landrechte. Im Zuge der Ausbreitung des Zuckerrohr-, Mais- und Sojaanbaues sowie der Rinderzucht seit den 1970er Jahren wurden sie immer mehr von ihren Territorien vertrieben. Die landwirtschaftliche Mechanisierung und die Rodung der Wälder schränken den Lebensraum der Guarani-Kaiowa  weiter ein. Zusätzlich zerstören die Monokulturen und die eingesetzten Pestizide die Biodiversität und damit die Lebensgrundlage der Indigenen. Der Verlust ihres Lebensraumes bedeutet eine Verletzung ihrer wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte.

In den letzten Jahren spitzte sich die Situation dramatisch zu. Während die Guarani-Kaiowá von der jeweiligen Regierung mit Versprechungen ruhig gestellt wurden, sichern die jetzigen Landbesitzer ihre Positionen durch Einfluss auf die Entscheidungsträger_innen sowie mit Hilfe privater Milizen ab. Wiederholt kam es zu gewalttätigen Angriffen gegen die Guaraní-Kaiowá Außerdem verzögern sich die Landzulassungsverfahren, weil es keinen auseichenden Zugang zu Gerichten gibt. Hinzukommt, dass die Regierung plant, die indigenen Landrechte durch Gesetzesänderungen aufzuweichen.

FIAN setzt sich in diesem Fall besonders für eine Verbesserung des Landzugangs ein. Die Guarani-Kaiowá müssen sich wieder selbst ernähren können!

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Dorfbewohner zeigt sauberes und verunreinigtes Wasser.

Brasilien – Vergiftungen, Landgrabbing und Wassermangel

Eine internationale Delegation unter Beteiligung von FIAN dokumentiert im Nordosten Brasiliens ein verheerendes Ausmaß von agrochemischen Verschmutzungen, Wassermangel und Landraub.

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FIAN-Sommerakademie

Das Recht auf Nahrung kennen und verteidigen. Vom 3. bis 5. Juli 2017 in Wien.

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Soja: Der Fleisch gewordene Wahnsinn

Welche globalen Auswirkungen hat unser Fleischkonsum? Neuer Kurzfilm von Thomas Bauer über Gensojaanbau für die industrielle Fleischproduktion in Brasilien und deren verheerende Auswirkungen auf Kleinbäuer*innen und Indigene.

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Ende September 2016 war Elizeu Lopes von den Guaraní-Kaiowá auf Einladung von FIAN und der Dreikönigsaktion in Wien. Hier auf Besuch im Außenministerium.

EU- Parlament verurteilt Gewalt an Guaraní- Kaiowá in Brasilien

Das Europäische Parlament verabschiedete am 24.11. eine Dringlichkeitsentschließung zur Situation der Guaraní-Kaiowá im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul. Das EU-Parlament verurteilt darin die Gewalt gegen diese indigene Gruppe.

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Guarani and Kaiowá in Mato Grosso do Sul (2016).

Gewalt & Vertreibung:

Brasilianische Aktivist_innen berichten über die schwierige Lage des indigenen Volks der Guarani-Kaiowá.

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