Eilaktion Philippinen

Der Oberste Gerichtshof der Philippinen verweigert Bäuer*innen aus der Gemeinde Sariaya den Zugang zu Land. FIAN ruft zur Teilnahme an einer Eilaktion auf, um die Betroffenen zu unterstützen. Wir würden uns sehr über Ihre Beteiligung an der Eilaktion freuen. Bitte schreiben Sie an den Präsidenten der Philippinen. Die Briefvorlage können Sie hier herunterladen.

FOODFirst Magazin 2020/1

In der aktuellen Ausgabe unseres FOODFirst-Magazins beschäftigen wir uns mit den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf das Recht auf Nahrung. Die Maßnahmen gegen die COVID-19 Pandemie lassen innerhalb von kürzester Zeit die Armuts- und Hungerzahlen explodieren. Besonders hart trifft es kleinbäuerliche Familien im Globalen Süden. Wir berichten von den strukturellen Ursachen von globalem Hunger und warum diese sich im Kontext der COVID-19 Pandemie besonders zeigen. Anhand der Situation in Indien wird dies in einem weiteren Beitrag anhand eines Beispiels deutlich gemacht. Die Auswirkungen der Maßnahmen gegen die COVID-19 Pandemie haben aber auch in Österreich die Einkommenssituation vieler Menschen verschlechtert. Soziale Rechte geraten dadurch verstärkt unter Druck. Wir haben mit Caritas-Geschäftsführer Klaus Schwertner über die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf soziale Einrichtungen gesprochen. Außerdem mit dabei: Berichte aus der Fallarbeit zu Brasilien, Uganda, Sambia und Kambodscha.

Inhalt:

THEMA

2 Warum Lockdowns und Exportstopps zu globalem Hunger führen

4 Indien in Zeiten des Virus

6 Interview: Wie soziale Einrichtungen in Zeiten von Corona weiterarbeiten


FIAN WELTWEIT

8 Brasilien: Kein Land, keine Nahrung, kein Leben

10 Agrarökologische Bewegung im Süden Brasiliens kämpft um Überleben

12 Uganda: Verhaftung von Peter Kayiira als politisches Druckmittel

13 Sambia: „Mein Leben hängt von diesem Land ab“

14 Kambodscha: Keine Handelsvorteile für Menschenrechtsverletzungen!

FIAN AKTIV

15 Hunger.Macht.Profite.10 in Zeiten von COVID-19
15 
Bericht: 30 Jahre FIAN 


FIAN INTERN

16 Neue Gesichter in Büro und Vorstand

Impact of COVID-19 on the Right to Food and Nutrition

In zwei Monitoring-Berichten über die Auswirkungen von COVID-19 auf das Menschenrecht auf Nahrung warnt FIAN vor einer drohenden Nahrungsmittelkrise. In der Pandemie treten nicht nur die Mängel unserer Gesundheits- und Sozialsysteme am deutlichsten zutage, sie verschärft auch die strukturellen Ursachen von Hunger und Mangelernährung. FIAN zeigt auf, wie die Auswirkungen der Pandemie und die Maßnahmen zur Eindämmung der Ansteckung die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen verstärken, die den Menschen den Zugang zu angemessener Nahrung verwehren. Auch wenn die sich abzeichnende Ernährungskrise durch COVID-19 ausgelöst wurde, finden sich ihre Grundlagen in jahrzehntelanger neoliberaler Politik und Praxis sowie einem industriellen Ernährungssystem, das auf Ausbeutung von Mensch und Natur basiert. Die Berichte machen deutlich, dass nicht nur gezielte Maßnahmen erforderlich sind, um dieser Pandemie zu begegnen, sondern auch eine öffentliche Politik, die grundlegend die Art und Weise verändert, wie unsere Gesellschaften organisiert sind und das Wirtschaftssystem funktioniert. Vom Schutz der wichtigsten Nahrungsmittellieferant*innen der Welt, der Bauern und Bäuerinnen und anderer Landarbeiter*innen, bis hin zur Gewährleistung maßgeschneiderter Mechanismen zum Schutz der am stärksten ausgegrenzten Menschen stellt FIAN auch eine Reihe von Maßnahmen vor, die das Leben von Millionen Menschen in dieser drohenden Nahrungsmittelkrise wesentlich verbessern können.

Impact of COVID-19 on the Right to Food and Nutrition - Preliminary Monitoring Report

Der von FIAN International erstellte Monitoring-Bericht zeigt, dass die Auswirkungen der Pandemie und die Maßnahmen zur Eindämmung der Ansteckung die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen verstärken, die den Menschen den Zugang zu angemessener Nahrung verwehren. Diejenigen, die sich aufgrund ihres niedrigen sozioökonomischen Status, Rassismus, Sexismus und anderer Arten von Diskriminierung bereits in einer Situation der Marginalisierung und Vulnerabilität befinden, sind einem höheren Risiko der Ernährungsunsicherheit ausgesetzt.

Auch wenn die sich abzeichnende Nahrungsmittelkrise durch COVID-19 und die zur Eindämmung der Krankheit ergriffenen Präventivmaßnahmen ausgelöst wurde, findet sie ihre Grundlagen in jahrzehntelanger neoliberaler Politik und Praxis, die Ungleichheit und Diskriminierung verschärft haben. Aus diesem Grund, so argumentiert der Bericht, sind nicht nur gezielte Maßnahmen erforderlich, um dieser Pandemie zu begegnen, sondern auch eine öffentliche Politik, die die Art und Weise, wie unsere Gesellschaften organisiert sind und das Wirtschaftssystem funktioniert, grundlegend verändert. Wir können einfach nicht zur Normalität zurückkehren.

Der vorläufige Monitoring-Bericht über die Auswirkungen von COVID-19 auf das Menschenrecht auf Nahrung und Ernährung listet die schrecklichen Auswirkungen der gegenwärtigen Krise auf das Leben der Menschen auf und zeigt lokale und nationale Reaktionen auf die Krise, auch von Basisgemeinschaften und sozialen Bewegungen, die andernorts als Inspiration dienen können. Auf der Grundlage dieser vorläufigen Erkenntnisse und der strukturellen Ursachen von Hunger und Unterernährung gibt FIAN International eine Reihe von Empfehlungen für Regierungen auf der ganzen Welt.

When the SUN casts a shadow

In den vergangenen zwei Jahrzehnten florierten „Multi-Stakeholder"-Partnerschaften und –Plattformen. Der private Sektor, insbesondere transnationale Unternehmen und Philanthropen wie die Gates-Stiftung, gelten in diesem Kontext als „Schlüsselakteure". Wie beeinflusst diese aufkommende Neigung zu "Multi-Stakeholder"-Modellen die Politik und die Gestaltung nationaler Agenden? Was sind die Auswirkungen auf UN-Organisationen und Regierungen die im öffentlichen Interesse versuchen zu regulieren? Und nicht zuletzt, welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf die Fähigkeit der Menschen, ihre legitimen Rechte einzufordern?

Die neue Forschungsstudie „When the SUN casts a shadow" (Wenn die Sonne einen Schatten wirft) von FIAN International, IBFAN und SID untersucht den Fall von Scaling up Nutrition (SUN) - eine 2010 gegründete Multi-Stakeholder-Initiative, deren erklärte Mission es ist, „die Unterernährung in all ihren Formen zu beenden". Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass SUN nicht die Lebensbedingungen der am stärksten von Hunger und Unterernährung betroffenen Menschen zum Besseren verändert, sondern ihre Situation der Vulnerabilität und Marginalisierung sogar noch verschlechtern- und zusätzliche Menschenrechtsrisiken schaffen könnte.

FOODFirst Magazin 2019/2

Eine Zeitleiste der Laufbahn von FIAN Österreich ermöglicht eine kleine Reise in unser Gründungsjahr, und gibt Einblick in die Erfolgsgeschichten und Erlebnisse unserer Zusammenarbeit im Kampf gegen Hunger, von 1989 bis 2019. Natürlich wollen wir trotz der Feierlichkeiten unsere politischen Kämpfe nicht außer Acht lassen. Hunger ist und bleibt weiterhin ein schwerwiegendes, globales Problem, besonders im Hinblick auf kommende klimatische Veränderungen, und erfordert unsere Aufmerksamkeit. 40% der Bevölkerung in Sambia sind noch heute von Unterernährung betroffen. In einem Interview mit Gertrude Falk, von FIAN Deutschland, erklärt Archie Mulanda, von FIAN Sambia, die aktuelle menschenrechtliche Situation in Sambia und den Einfluss des Klimawandels auf den Nahrungsmangel vorort. Das FOODFirst bringt uns auch wieder nach Sierra Leone, wo die europäische Firma Socfin seit 2011 große Teile des Landes aufkauft. 18.000 Hektar Land hat Socfin bereits für industrielle Palmölplantagen im Süden von Sierra Leone erstanden. Die Flächen betreffen zum Teil auch bereits bewirtschaftete Gebiete von umliegenden Kleinbäuer*innen vor Ort., die die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen beklagen. Die Konflikte zwischen Gemeinden, Behörden und Socfin erreichen in letzter Zeit neue Höhen, FIAN Deutschland berichtet. Seit 2014 unterstützt FIAN das „UN-Treaty“, ein Abkommen, das transnationale Konzerne zur Einhaltung der Menschenrechte zwingt. Mitte Oktober fanden Verhandlungen darüber im UN-Menschenrechtsrat in Genf statt, Melanie Oßberger von FIAN Österreich war vor Ort. Weiters freuen wir uns mit Anna Wagner ein neues Mitglied in unserem Team begrüßen zu dürfen und hoffen unser langes Bestehen gemeinsam am 29. 11. 2019 bei der 30 Jahr Feier von FIAN Österreich gemeinsam mit Ihnen zu feiern.

Mit Menschenrechten gegen Armut

Kein Geld für Miete, Kleidung oder eine vollwertige Mahlzeit? Armut ist auch in Europa und Österreich auf dem Vormarsch. Wie kann der Staat verpflichtet werden, alle Menschen, die in Österreich leben, abzusichern, damit sie nicht von Hunger und Obdachlosigkeit bedroht sind? FIAN und viele andere Organisationen setzen sich daher für die Stärkung von sozialen Menschenrechten ein. Diese Broschüre bietet eine Bestandsaufnahme zur Lage der sozialen Rechte und geht folgenden Fragen nach: Wenn Österreich ein Sozialstaat ist, in welcher Form sind dann soziale Rechte gesetzlich abgesichert? Welche Pflichten erwachsen Österreich aus internationalen Menschenrechtsverträgen? Kann der Staat für Pflichtverletzungen verantwortlich gemacht werden? Wenn ja, wie? Welche (menschenrechtlichen) Strategien und Instrumente stehen uns zur Verfügung, um soziale Rechte zu stärken und den Staat in die Pflicht zu nehmen?

Ernährungsräte

Die Konzentration von Anbau, Verarbeitung und Verteilung von Lebensmitteln durch wenige große Agrar- und Lebensmittelkonzerne nimmt stetig zu. Dieser Entwicklung stellen sich nun auch in Österreich zunehmend Ernährungsräte auf städtischer Ebene entgegen. Eine neue Broschüre von FIAN Österreich und dem Ernährungsrat Wien gibt einen Überblick über den Ursprung, die Ziele und Merkmale von Ernährungsräten sowie ihren Einfluss auf eine demokratische Lebensmittelpolitik. Ernährungsräte (englisch Food Policy Councils) streben eine Relokalisierung des globalisierten Ernährungssystems an. Die gemeinsame Vision von Ernährungsräten ist, dass städtische Ernährungssysteme jedem Mensch Zugang zu nahrhaftem, gesundem, regionalem und kulturell angemessenem Essen ermöglichen. Dieses soll nachhaltig, sprich nicht auf Kosten von Mensch und Umwelt, produziert und verarbeitet werden. Ernährungsräte unterstützen die Menschen darin, über ihre Ernährung selbst zu bestimmen und das Ernährungssystem individuell und gemeinschaftlich mitzugestalten. Dadurch tragen Ernährungsräte zu einer Demokratisierung der Lebensmittelpolitik bei.

Natürliche Vielfalt für das Recht auf Nahrung

Agrarökologie versteht sich als Alternative zum vorherrschenden Agrar- und Lebensmittelsystem. Es ist ein Sammelbegriff, der Wissenschaft, soziale und politische Bewegung, sowie die landwirtschaftliche Praxis in sich vereint – für eine erfolgreiche Transformation des vorherrschenden Systems hin zu mehr Teilhabe, Ermächtigung und Vielfalt. Im Hinblick auf Hunger und Mangelernährung und die Umsetzung des Menschenrechts auf Nahrung wirkt Agrarökologie stark positiv. Die vier wesentlichen Elemente des Rechts auf Nahrung – Verfügbarkeit, Zugänglichkeit, Angemessenheit, und Nachhaltigkeit und Partizipation – werden durch die Umsetzung der Agrarökologie gefördert.

Frauen als Protagonistinnen im Kampf gegen Mangel und Hunger

Im Ernährungssystem spielen Frauen eine tragende Rolle und sind zugleich Betroffene schwerwiegender Diskriminierung. Trotz ihrer wichtigen Rolle in Anbau, Verarbeitung und Lagerung von Nahrungsmitteln sind über 60 Prozent der weltweit von Nährstoffmangel betroffenen Menschen weiblich, und das überwiegend am Land. Ihr Zugang zu gesunder Ernährung ist eingeschränkt, denn patriarchale Machtstrukturen und Menschenrechtsverstöße durch Konzerne untergraben ihr Recht auf Nahrung. Die Stärkung ihrer politischen Teilhabe und ökonomischen Rechte muss im Zentrum von Entwicklungsstrategien und Landwirtschaftspolitik stehen, sollen Hunger und Mangelernährung nachhaltig überwunden werden.

Urban policy for food sovereignty

Die dritte Ausgabe aus der Reihe "Think Piece Series Food for Thought" beschäftigt sich mit dem Einfluss von Städteboom und Urbanisierung auf die Zukunft des Ernährungssystems.

Nachdem in der Vorgänger-Ausgabe bereits das Potenzial von public policies untersucht wurde, geht es dieses Mal darum, wie städtische Politik zu Ernährungssouveranität, also zum Recht von Menschen, selbst über ihre Ernährungs- und Landwirtschaftssysteme zu bestimmen, beitragen kann. Es wird vorgestellt, wie menschenrechtsbasierte soziale Bewegungen und in der Gemeinschaft verankerte Organisationen dafür Raum in der Kommunalpolitik europäischer Städte erkämpft haben und welche Lehren andere Aktivisten und sozialen Bewegungen daraus ziehen können, die sich mit ähnlichen Fragen beschäftigen.

Die Reihe “Think Piece Series Food for Thought” ist ein gemeinsames Projekt von Transnational Institute, FIAN International, Hands on the Land und Terra Nuova.

FOODFirst Magazin 1/2018

Unter der zunehmend industrialisierten und konzentrierten Landwirtschaft leiden vor allem Kleinbäuer*innen im Globalen Süden. Ihnen bleibt immer öfter der Zugang zu grundlegenden Ressourcen wie Land, Wasser und vor allem Saatgut verwehrt. Dabei könnten gerade Kleinbäuer*innen zu der Diversität beitragen, die es braucht, um Hunger und Mangelernährung zu bekämpfen.

Das Konzept der Agrarökologie stellt der konzerndominierten Realität ein demokratisches und umweltfreundliches Modell entgegen. In dieser Ausgabe des FOODFirst-Magazins stellen wir den Ansatz vor und zeigen auf, welche Chance er für die Verwirklichung des Rechts auf Nahrung hat.

Darüber hinaus berichten wir unter anderem über den Stand unserer Projekte in Uganda und Sierra Leone sowie über neue Entwicklungen bei der UN-Deklaration für kleinbäuerliche Rechte und dem TNC-Treaty zu Wirtschaft und Menschenrechten. Aus der nationalen Arbeit steht FIANs Engagement in der Armutskonferenz im Mittelpunkt dieser Ausgabe.

Die Ausgabe ist leider vergriffen und daher nur noch online verfügbar.

Public policies for food sovereignty

Die erste Ausgabe der "Think Piece Series Food for Thought" befasst sich mit der politischen Bedeutung von öffentlicher Maßnahmen zur Unterstützung der Ernährungssouveränität.

Öffentliche Politiken spielen eine entscheidende Rolle dabei, wie die Zukunft unserer Agrar- und Ernährungssystemen aussieht: Sie können rechtliche Rahmenbedingungen schaffen, um die Verwirklichung des Rechts auf Nahrung zu gewährleisten; Investitionen in kleinbäuerliche Landwirtschaft stärken; und gesellschaftliche Ressourcen zur Unterstützung nachhaltiger Ernährungssysteme auf der Grundlage von menschenwürdiger Arbeit, Umweltintegrität und Gesundheit mobilisieren.

Gegenwärtig sind öffentlichen Maßnahmen jedoch stark auf eine wettbewerbsfähige, spezialisierte und industrielle Form der Landwirtschaft ausgerichtet. Dies macht deutlich, dass öffentliche Maßnahmen Werkzeuge sind, nicht Selbstzweck. Ohne eine solide theoretische Grundlage für einen Wandel hin zu einem ökologisch und sozialgerechten Ernährungssystems, werden die öffentliche Politiken nicht in der Lage sein, den Herausforderungen von Ernährung und Landwirtschaft im 21. Jahrhundert zu begegnen.

Die Publikation vom Transnational Institute, FIAN International, Hands on the Land und Terra Nuova, untersucht diese Diskussion.

Briefing on Collective Rights

Policy Briefing über kollektive Rechte in der UN-Erklärung für die Rechte von Kleinbäuer*innen.
Bäuer*innen, Indigene, Fischer*innen und Nomaden haben lange darauf aufmerksam gemacht, dass wenn die Menchenrechte ausschließlich als individuelle Rechte anerkannt werden, sie die wesentliche Rolle vernachlässigen, die Gemeinschaftsbeziehungen bei der Verwaltung und Nutzung kommunaler Ressourcen, beim Schutz der Rechte der Gemeindemitglieder sowie bei der Erhaltung der Menschenrechte spielen.

In diesem Informationsblatt werden die kollektiven Rechte vorgestellt, die im Entwurf der UN-Erklärung für die Rechte von Kleinbäuer*innen, anerkannt sind. Der rechtliche Status ländlicher und bäuerlicher Gemeinschaften in den nationalen Systemen und im internationalen Menschenrechtsinstrumenten wird zusammen mit einer Analyse der kollektiven Rechte beschrieben, die die Deklaration anerkennen will. Abschließend werden in dieser Publikation die häufigsten Argumente für und gegen die Einbeziehung von Kollektivrechten in die Erklärung erörtert.

FIAN Basisfolder

Wer ist FIAN? Was macht FIAN? In unserem neuen Basisfolder „Mit Menschenrechten gegen Hunger!“ erfährst du in Kürze wie wir arbeiten, was uns antreibt und worauf wir uns dabei stützen.

Annual Report 2017

Da die Politik vielerorts, die Hauptgründe für die anhaltende Nahrungsmittelkrise ignoriert, hat FIAN International die Bemühungen verstärkt, die Ursachen der Mangelernährung in den Mittelpunkt zu rücken und die Mobilisierung in der Zivilgesellschaft zu fördern. Neben der Unterstützung von marginalisierten Gemeinschaften im Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit, unterstützte FIAN auch weiterhin das Engagement der Zivilgesellschaft und der sozialen Bewegungen in globalen Prozessen der Ernährungspolitik, wie dem Committee on World Food Security.

Ein besorgniserregender Trend der vergangenen Jahre ist die "Finanzialisierung" von Land. Ackerland wird mehr und mehr zu einem Renditeobjekt. Dieser Trend lässt sich zum Beispiel anhand des Falls in der Region MATOPIBA in Brasilien verdeutlichen, der auch im Jahresbericht besprochen wird. Lesen Sie im Jahresbericht, womit sich das weltweite FIAN-Netzwerk 2017 alles beschäftigt hat

Mit Agrarökologie für das Recht auf Nahrung

Nur mit Vielfalt kann Hunger und Mangelernährung beendet werden. Agrarökologie verbessert die Ernährung, denn größere Vielfalt im Anbau bedeutet auch eine größere Vielfalt auf dem Teller. Agrarökologie ist die Grundlage für die Überwindung der industriellen Landwirtschaft. Der ganzheitliche Ansatz rückt die kleinbäuerliche Landwirtschaft ins Zentrum. Er steigert die Produktivität und schützt das Klima. Durch bäuerliche Partizipation werden innovative Methoden entwickelt, um die Welt nachhaltig zu ernähren. Eine Vielzahl an Beispielen aus aller Welt veranschaulichen das Potenzial von Agrarökologie und dessen ganzheitlichen Charakter.

Land is a Human Right

Enteignungen und Vertreibungen von Kleinbäuer*innen, ökologische Zerstörung und Privatisierung der Natur nehmen zu. Unter diesen Bedingungen ist es umso wichtiger, das Menschenrecht auf Land und andere natürliche Ressourcen zu stärken. Im Mittelpunkt müssen dabei die betroffenen Menschen und Gemeinschaften stehen.

Die neue Publikation schlägt vor, das Menschenrecht auf Land als das Recht jedes Menschen anzuerkennen, Land und damit verbundene natürliche Ressourcen - einzeln oder in Gemeinschaft - wirksam zu nutzen, um sich selbst zu ernähren und die eigene Kultur zu entwickeln. Aufgrund der Tatsache, dass alle Menschen direkt oder indirekt auf Land und andere natürliche Ressourcen zu ihrem Überleben angewiesen sind, sind die Staaten verpflichtet, die Anerkennung, die Achtung, den Schutz und die Erfüllung dieses Rechts zu stärken.

Right to Food and Nutrition Watch 2017

Während der großen Nahrungsmittelpreiskrise 2007/2008 waren die Zahl der Hungernden auf einem Höhepunkt. Heuer bestehen, trotz einiger Fortschritte, viele der Probleme, die zur Krise führten, weiterhin. In ihren Empfehlungen zur Überwindung der Krise weist die Publikation auf die Notwendigkeit systemischer Transformationen hin, auf einen Übergang zu nachhaltigen Produktions-, Vertriebs- und Verbrauchsmodellen, die auf Solidarität, sozialer, ökologischer und geschlechtsspezifischer Gerechtigkeit und der Garantie aller Menschenrechte basieren.

FOODFirst Magazin 2017/2

Frei nach dem Motto „Arme bekämpfen statt Armut“ werden derzeit in Österreich politische Kampagnen gefahren, um soziale Errungenschaften abzubauen und Bezieher*innen von sozialstaatlicher Unterstützung an den Rand der Gesellschaft zu drängen. Sie werden zu Bittsteller*innen degradiert und nicht als Rechtsinhaber*innen gesehen. Soziale Missstände sind nicht nur ein gesellschaftliches Problem, sondern in vielen Fällen auch eine Verletzung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte. Die Menschenrechte dienen schließlich dazu, Personen gegen Unterdrückung von Staaten zu schützen. Unterdrückung entsteht auch, wenn in einem Staat Menschen sozial benachteiligt werden - sei dies durch den Staat selbst oder die Gesellschaft als Ganzes. Es geht um das Verhindern staatlicher oder privater Willkür bei der Verteilung (knapper) Ressourcen und um den Schutz der Menschenwürde.

Im FOOD-First Schwerpunkt „Soziale Rechte“ schauen wir, wie es um diese Rechte in Österreich bestellt ist und stellen FIANs Arbeit in der österreichischen Armutskonferenz vor.

Des Weiteren warten in dieser Ausgabe Neuigkeiten aus Brasilien (Seite 8), ein Artikel zu Corporate Capture in Mexiko (Seite 10) und ein Bericht der erfolgreichen FIAN-Sommerakademie (Seite 15) auf Sie.

Druckversion ist leider vergriffen.

Human Rights for People’s Sovereignty

In seiner neuen Broschüre „Human Rights for People’s Sovereignty - How to Govern over Transnational Corporations?“ setzt sich Rolf Künnemann kritisch mit dem strategischen Einsatz des Menschenrechtsdiskurses durch transnationale Konzerne auseinander. Diese Vereinnahmung von Menschenrechten zu PR-Zwecken wird auch als ‚Corporate Capture‘ bezeichnet. Die Verwirklichung von Menschenrechten ist jedoch keine moralische Frage, sondern ein politischer Anspruch aller: Weltweit haben sich Staaten zur Wahrung dieser Rechte verpflichtet.

Workers - The Right to Decent Conditions

Weltweit sind Arbeiter*innen von Verletzungen ihrer Menschenrechte betroffen. Dies trifft vor allem auf jene Menschen zu, die im informellen Sektor tätig sind und dadurch nicht von bindenden internationalen Standards geschützt sind. Aber auch im formellen Sektor werden Grundrechte von Arbeiter*innen verletzt.

Die neuste Ausgabe der Serie „The Struggle for the Right to Food and Nutrition“ beschäftigt sich mit den Rechten von Arbeiter*innen. Ihr Recht auf Nahrung kann nur verwirklicht werden, wenn ihnen adäquate Löhne zugestanden werden.

Future Generations - The Struggle for the Right to Food and Nutrition

Auch wenn auf politischer Ebene oftmals von „Nachhaltigkeit“ die Rede ist, basiert unser Wirtschaftssystem nach wie vor auf Wachstum. Industrielle Agrar- und Lebensmittelsysteme zerstören unser Ökosystem und entziehen zukünftigen Generationen ihre Lebensgrundlage.

Die April-Ausgabe der „Struggle for the Right to Food and Nutrition“ Serie beschäftigt sich mit der Frage, wie das Recht auf Nahrung für zukünftige Generationen gewahrt werden kann, die noch keine Möglichkeit haben, ihre Rechte zu artikulieren.

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