Bajo Aguán – Honduras: Blutige Konflikte um Land

Im fruchtbaren Aguán-Tal im Norden von Honduras kämpfen Bauerngemeinden seit Jahren um ihr Recht auf Land und Nahrung. Bereits in den 1960ern sollte eine Agrarreform zu einer umfassenden Neuverteilung von Land und Ackerflächen führen. Ein Gesetz von 1992 machte jedoch wichtige Teile der Landreform rückgängig. Ölpalm-Produzenten nutzten die neue Lage aus und eigneten sich einen Großteil des Agrarreformlandes an.

Während Bauernorganisationen mit Landbesetzungen und Gerichtsverfahren um ihr Recht kämpfen, setzen Regierung und einflussreiche Großgrundbesitzer auf Repression – und schrecken auch vor Mord nicht zurück. Seit dem Putsch 2009 wurden über 50 Kleinbäuer_innen und Unterstützer_innen ermordet. Keiner der Morde wurde bisher aufgeklärt.

HONDURAS: Öffentliche Anhörung offenbart Ausmaß der Gewalt gegen Bauerngemeinschaften

"Unser 'Verbrechen' ist der Kampf um unser Land. Das ist alles, was für uns wichtig ist und das uns ermöglicht unsere Kinder zu unterstützen und zur Schule zu schicken. Aber man will es uns einfach nicht erlauben. Ich persönlich möchte, dass die Gesetze eingehalten werden, so wie es sein soll, und dass diejenigen, die mich so zugerichtet haben, dafür von einem Gericht bestraft werden." (Neptali Esquivel, MUCA).

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