Kommende Veranstaltungen

Wir haben eure Agrarpolitik satt!

Schloßhof 1, 2294 Schloßhof 

Hinter dicken Schlossmauern treffen sich am 25. September die AgrarministerInnen der EU-Mitgliedsstaaten, um die Weichen für die Landwirtschaft und Ernährung der Zukunft stellen. Statt einer grundlegenden Kurskorrektur wird ein „Weiter-wie-bisher“ aufgetischt. Diese Politik hat uns Höfesterben und Agrarfabriken eingebrockt und verschärft die Klimakrise. Als KonsumentInnen, Bauern und Bäuerinnen und ArbeiterInnen müssen wir jetzt auslöffeln? Wir haben es satt! Deshalb schlagen wir Alarm!

Vergangene Veranstaltungen

SOL-Symposium 2018

Burg Schlaining (Südburgenland)

WELT WEITer DENKEN

Nachhaltige UN-Entwicklungsziele für die Zivilgesellschaft

Die globalen Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs) wurden von tausenden ExpertInnen und der UNO definiert und sollen weltweit einen tiefgreifenden Wandel auslösen. Was bedeutet dies für die Zivilgesellschaft? Wie werden diese Ziele Migration und Flucht beeinflussen? Wird darin die Änderung des Lebensstils in den Industrieländern abgebildet?

Zivilgesellschaftliches Austauschtreffen mit unserem Kooperationspartner SiLNoRF aus Sierra Leone

NeSoVe-Büro (Schottenring 35, 1010 Wien)

ANMELDUNGEN VORAB BITTE AN: jannis.carmesin@fian.at

FIAN Österreich lädt zum Austauschtreffen mit unserem Kooperationspartner aus Sierra Leone, Mohamed Conteh, ein. Er ist Leiter unser sierra-leonischen Partnerorganisation SiLNoRF (Sierra Leone Network on the Right to Food) und setzt sich intensiv auseinander mit:

  • Landgrabbing
  • menschenrechtlichen Standards bei öffentlichen Investitionen
  • Konzernregulierung
  • Und der Stärkung von KleinbäuerInnen auseinander.

Er wird weiters über seinen Kampf für die Betroffenen im Fall Addax/Sunbird (siehe unten) informieren. Mit dem Ziel, großflächig Zuckerrohr für die Produktion von Bioethanol anzubauen, pachtete das Schweizer Unternehmen Addax BioEnergy 2010 großflächig Land im Norden Sierra Leones. Das Projekt wurde dabei zu über 50 Prozent von Entwicklungsbanken finanziert, darunter auch OeEB und KfW. Der Ertrag des Projekts war vor allem für den europäischen Markt gedacht: Bioethanol ist hierzulande seit einigen Jahren als „grüne“ Beimischung zu Treibstoffen gefragt.

Leidtragender der Landnahme war und ist die lokale Bevölkerung, deren Zugang zu Wasser und agrarisch nutzbaren Flächen massiv eingeschränkt wurde. Weil das Projekt sich nach Angabe des Unternehmens als nicht profitabel herausstellte, verkaufte Addax die Flächen 2016 an den britisch-chinesischen Konzern Sunbird BioEnergy. Die langfristigen Pachtverträge blieben bestehen. Viele der Arbeiter*innen verloren ihre Arbeit. Stattdessen plant Sunbird auf ein System der Vertragslandwirtschaft zu setzen, bei dem die Bevölkerung beim Konzern Saatgut für eine Cassava-Sorte ersteht und den Ertrag dann an das Unternehmen zurückverkauft. Das Risiko von Ernteausfällen durch Wetterextreme oder Marktschwankungen liegt folglich bei den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Bis jetzt wurden die Pläne zum Cassava-Anbau von Sunbird jedoch nicht umgesetzt, was die Erwerbsmöglichkeiten für die betroffenen Gemeinden weiter einschränkte. SiLNoRF und FIAN unterstützen die Betroffenen durch Seminare und politische Lobbyarbeit.

Film und Talk | „Kein Essen im Tank": Konflikte um Land in Sierra Leone

Hörsaal 4C, Neues Institutsgebäude (Universitätsstraße 7, 1010 Wien)

Filmabend: „Herr Abass und das geklaute Land“ mit anschließendem Filmgespräch und Diskussion

Acht Entwicklungsbanken haben ein Projekt in Sierra Leone zur Produktion von Bioethanol aus Zuckerrohr unterstützt - in erster Linie, um die Nachfrage nach Agrartreibstoffen in Europa zu befriedigen. Leidtragende ist die lokale Bevölkerung, deren Recht auf Nahrung und Wasser verletzt wird. Der Film begleitet Abass Kamara, Menschenrechtsaktivist der sierra-leonischen Organisation SiLNoRF, die sich für das Recht auf Nahrung im eigenen Land einsetzt.

Anschließendes Filmgespräch mit Mohamed Conteh, Leiter des Sierra Leone Network for the Right to Food.

Moderation mit Einblick in den jeweiligen Fachbereich und Forschung:
• Dr. Birgit Englert (Stv. Leiterin des Instituts für Afrikawissenschaften, Universität Wien)
• Dr. Gunnar Stange (Friedens- und Konfliktforscher, Institut für Geographie, Universität Wien)

Es wird viel Raum für Fragen und Diskussion geben, u.a. zum Thema Investitionen in Land und deren Auswirkungen, insbesondere in Post-Konflikt-Regionen.

Veranstaltung von FIAN Österreich in Kooperation mit dem Institut für Afrikanistik, dem Institut für Geographie und Hunger.Macht.Profite. – Filmtage zum Recht auf Nahrung.

Nyéléni Frühjahrstreffen am Klimacamp

Obersdorf bei Wolkersdorf

Gutes, gesundes und lokal angepasstes Essen für alle Menschen zugänglich zu machen ist die Vision der Bewegung für Ernährungssouveränität. Dieses scheinbar einfache Ziel ist eine riesige Herausforderung für unsere Gesellschaft: Millionen von Menschen leiden an Hunger und Mangelernährung und sind gezwungen, sich von ungesunden Nahrungsmitteln zu ernähren, die unter Ausbeutung von Menschen und Natur produziert werden. Ernährungssouveränität setzt den akuten Krisen unserer Zeit die Vision einer bäuerlichen und vielfältigen Landwirtschaft, die unser Klima schützt entgegen. Dazu müssen jene die Lebensmittel produzieren, verarbeiten und verteilen, mitentscheiden, wie wir uns künftig ernähren.

Das diesjährige Frühjahrtreffen der Bewegung für Ernährungssouveränität wird vom 30. Mai – 02. Juni 2018, angegliedert an das Klimacamp stattfinden. Die Zelte des Camps werden in Obersdorf bei Wolkersdorf (20 Minuten mit der S- Bahn von Wien) auf dem Hof von ÖBV-Bäuerin Maria Vogt aufgeschlagen.

FIAN beim Südwindstraßenfest 2018

Das Südwind Straßenfest ist eine bunte Mischung aus rauschender Party mit Klängen aus aller Welt, nachhaltigen und fairen Einkaufsmöglichkeiten, sowie einer Plattform, um verschiedene Vereine und zivilgesellschaftliche Initiativen aus den Bereichen Entwicklungspolitik, Nachhaltigkeit, Menschenrechte, Umweltschutz und Nord-Süd-Kooperation kennenzulernen.

Der FIAN-Stammtisch organisiert einen Infostand mit Drinks, Waffeln und einem Rätsel zum Recht auf Nahrung. Außerdem gibt es Taschen, Tee und die neuesten Publikationen.

Projektions-Guerilla-Tour mit/von niemand, u.a. mit Texten von FIAN

Schwarzenbergplatz, 1010 Wien

Am Künstlerhaus am Karlsplatz beginnend, fahren wir zu neuralgischen Punkten der Stadt: An die Orte der Macht und der Kapitalation, an die stätten der Menschenrechte, entlang der Achse des Guten. Flüchtige Texte aus Licht, die durch die Stadt ziehen, an ausgewählten Orten kurz halt machen, um in kurzen PopUp-Performances Texte auf Architektur, Objekten oder Körpern sichtbar zu machen und schnell wieder zu verschwinden. Feministische Forderungen, Vorhaben und Fakten der aktuellen Regierung und die Dominanz der Finanz sind die Themen dieser Intervention, die sich offensiv und konsequent für die nationale und internationale Selbstverständlichkeit von Demokratie, Menschenrechten, Meinungsfreiheit, Selbstbestimmung, Gleichberechtigung, Gemeinwohl und Fair-Teilung positioniert. Alles für alle! Wir sind mächtiger als "irrglaubt"!

Treffpunkt 20:00 Uhr

SDG 2 „Kein Hunger“ – wissenschaftliche Herausforderung und Auftrag für die BOKU!

BOKU – Oskar Simony Haus, Peter Jordan Straße 65, Wien

Ziel dieses BOKU Workshops ist es darzustellen, dass globale Nahrungs- und Ernährungssicherheit eines integrierten Ansatzes bedarf,der für unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen und internationale und nationale Politiken eine große Herausforderung darstellt.Gleichzeitig gilt es auch auf jene Aktivitäten hinzuweisen, in denen ProduzentInnen und KonsumentInnen mit nachhaltigen Strategien ihr Menschenrecht auf Nahrung verfolgen.

Mit Melanie Ossberger von FIAN zu den positive Aspekte, Lücken und Bedenken bzgl. der SDGs aus der Sicht des Rechts auf Nahrung.

Solidaritätsaktion für diskriminierte Bäuerinnen und Bauern

Friedrich Wilhelm Raiffeisen Platz

Die zentrale Bedeutung der Milchproduktion für Österreichs Landwirtschaft und Wirtschaft, sowie die globalen Folgen der europäischen Politik erfordern Verständnis auf breiter Ebene. Die Liberalisierung der Milchmärkte führt zu Überproduktion und rasant fallenden Milchpreisen. Die Existenz vieler milchproduzierender Betriebe in Österreich steht auf dem Spiel. Aber auch ihre Kolleg*innen in Asien und Afrika, wo hoch-industrialisierte europäische Milchprodukte zu Dumpingpreisen auf lokalen Märkten landen.

Nur durch ein gesellschaftliches Bündnis zwischen Konsument*innen, Bäuer*innen, der Lebensmittelwirtschaft, aber auch der Politik, können die Weichen richtig gestellt werden – hin zu einer Agrarpolitik, die das Recht auf Nahrung in Asien und Afrika nicht gefährdet. Daher hat FIAN vor zwei Jahren als Teil eines breiten gesellschaftlichen Bündnisses mit Milchbäuerinnen und -bauern das Milch-Manifest der IG Milch, der ÖBV – Via Campesina Austria und der Grünen Bauern und Bäuerinnen unterzeichnen.

Aus diesem Grund möchten wir auch heuer als Teil der „Wir haben es satt!“-Plattform zur Solidarität mit den Milchbäuer*innen aufrufen und zu folgender Veranstaltung einladen:

Im Geiste des Gründers des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, fordern wir die Diskriminierungen im Genossenschaftssektor, insbesondere im Molkereibereich, umgehend abzustellen.

Die vor etwa einem Jahr von großen Molkereien – erst nach massivem öffentlichen Druck – zurück übernommenen Bäuerinnen und Bauern müssen noch immer Strafgebühren – sogenannte Schüttgebühren – zahlen, die ihnen automatisch vom Milchgeld abgezogen werden. Manche von Ihnen, die Bio-Milch liefern, erhalten keinen Bio-Milchaufschlag auf den konventionellen Grundpreis.

Friedrich Wilhelm Raiffeisen, der Gründer der landwirtschaftlichen Genossenschaftsidee, würde sich angesichts dieser Ungerechtigkeiten und Ungleichbehandlung bäuerlicher Lieferanten im Grabe umdrehen.

Bei einer Aktion am 29. März wollen wir diese Diskriminierung in den öffentlichen Fokus stellen. Anfahrt mit den Traktoren schon am Mittwoch 28.3. nachmittags.

Start ist am Gründonnerstag um 10 Uhr am Friedrich Wilhelm Raiffeisen Platz. Dauer bis ca. 11:30 Uhr.
Thema: “Raiffeisen würde sich im Grab umdrehen”

Danach fährt der Konvoi zum Haus der EU. Dort soll es eine Aktion zur Abschaffung der Milchquote und zu ungerechten globalen Handelsbeziehungen geben.

Anschließend (ca. 13.00 Uhr) wird eine Pressekonferenz abgehalten bei der unter anderem die Verträge, mit denen viele IG Milch Bauern momentan konfrontiert sind, zum Thema gemacht werden.

Weitere Infos hier.

 

 

Attac Kino: Eadible City Grow the Revolution!

Wuk, Foyer (Währinger Straße 59, 1090 Wien)

Edible City (Essbare Stadt) ist eine unterhaltsame Reise durch die Good Food-Bewegung, die sich in der San Francisco Bay Area, in den gesamten USA und überall auf der Welt verbreitet. Die zahlreichen porträtierten AktivistInnen, Initiativen und engagierten BürgerInnen zeigen, wie sich jede/r von uns an der Veränderung unseres zerstörerischen Nahrungsmittelsystems beteiligen kann.

Im Anschluss an den Film: Gespräch mit Carla Weinzierl (Attac), Charlotte Kottusch (FIAN und Ernährungsrat Wien) und Walter Gössinger (Fette Beute).

In Kooperation mit Hunger.Macht.Profite. – Filmtage zum Recht auf Nahrung.

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September 2018

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