Petition: Rechte von KleinbäuerInnen schützen!

UPDATE 21.9.2017: Es bleibt spannend, denn gestern wurde nur der Bericht der Arbeitsgruppe kurz präsentiert, diskutiert wird er heute. Zu einer Abstimmung über die Zukunft der Arbeitsgruppe kommt es womöglich erst nächste Woche. Wir bleiben dran und informieren! Auch wir haben mehr Zeit - unterschreiben Sie und teilen Sie die Petition für die Rechte von Kleinbäuer*innen! Jede Stimme zählt!

Am 20.9. wird im Menschenrechtsrat in Genf darüber entschieden, ob die Arbeitsgruppe für die Erklärung der Rechte von Kleinbauern weiterarbeiten darf. Die Europäischen Staaten dürfen diesen historischen Prozess nicht einfach stoppen.

Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, Fischer*innen, Hirt*innen und andere Menschen, die im ländlichen Raum arbeiten, produzieren den Großteil der gesunden und vielfältigen Lebensmittel, die wir jeden Tag essen. In Europa und weltweit spielen sie die tragende Rolle, um Ernährungssouveränität in unseren Gesellschaften zu verwirklichen. Dennoch sind sie vielfacher Diskriminierung ausgesetzt.

Die globale kleinbäuerliche Bewegung La Via Campesina setzt sich mit FIAN seit 2002 gemeinsam mit für eine internationale Deklaration für die Rechte von Kleinbäuer*innen ein. Eine zwischenstaatliche Arbeitsgruppe des UN-Menschenrechtsrats in Genf arbeitet seit 2012 an solch einer Deklaration.

Am 20.9. wird im Menschenrechtsrat in Genf darüber entschieden, ob die Arbeitsgruppe für die Erklärung der Rechte von Kleinbauern weiterarbeiten darf. Die Europäischen Staaten dürfen diesen historischen Prozess nicht einfach stoppen. Kleinbäuerinnen haben ein Recht auf ihre Menschenrechte! Die Bäuerinnen und Bauern bringen sich über ihre Organisationen und Bewegungen stark in die Arbeitsgruppe im Menschenrechtsrat ein. Das entspricht dem Menschenrechtsgedanken und den menschenrechtlichen Prinzipien von Transparenz und Teilhabe. Die EU – und auch Österreich – stehen der Erklärung nach wie vor kritisch gegenüber. Um den Druck auf die europäischen Regierungen zu erhöhen, müssen wir uns gemeinsam in ganz Europa mit starker Stimme für die UN-Erklärung der Rechte von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern einsetzen. Der jüngste Bericht von La Via Campesina zu Menschenrechtsverletzungen von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern verdeutlicht die Dringlichkeit. Fordere das österreichische Außenministerium auf, sich aktiv und aufrichtig in die Erarbeitung der "UN Erklärung für die Rechte von Kleinbäuerinnen, Kleinbauern und anderen Personen, die am Land arbeiten" im Menschenrechtsrat einzubringen. Im Frühjahr 2018 muss es eine weitere Verhandlungsrunde geben! Der begonnene Prozess muss fortgesetzt werden, bis ein abstimmungsreifer Text vorliegt.

Unterschreibe jetzt die Petition! Teile sie mit deinen Freunden und Freundinnen!

Ohne Bäuerinnen und Bauern kein Essen. Stärken wir gemeinsam ihre Rechte!

Petition "Menschenrechte brauchen Gesetze!"

Für den Schutz der Menschenrechte bei internationalen Unternehmenstätigkeiten gibt es bislang nur unverbindliche Leitprinzipien. Diese freiwilligen Vorgaben sind nicht ausreichend, denn trotzdem werden die Menschenrechte von vielen Millionen Kleinbäuer*innen und anderen im Ernährungssystem Beschäftigten, die in globalen Wertschöpfungsketten eingebunden sind, permanent verletzt. Es braucht verbindliche Regulierungen, um Verstöße gegen das Recht auf Nahrung zu verhindern oder Gerechtigkeit für Betroffene herzustellen. Ein Lieferkettengesetz ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Hunger und Mangelernährung und für die Umsetzung der UN-Erklärung für die Rechte von Kleinbäuer*innen und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten. 

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