allES erREICHT? Basiswissen Frauenrechte

WIDE-Lehrgang in Kooperation mit der VHS Ottakring: WIDE hat im letzten Jahr den Lehrgang Basiswissen Frauenrechte entwickelt - im Herbst geht´s los!

Im Mittelpunkt stehen das Lernen voneinander, das Kennenlernen positiver praktischer Beispiele als auch das Entwickeln von Handlungsalternativen. In aufeinander aufbauenden Modulen geben Expert_innen aus unterschiedlichen Fachrichtungen Informationen und Einblicke zur Geschichte sowie aktuellen Rechtslage von Frauen weltweit.

FIAN Österreich beteiligt sich im WIDE Netzwerk in der AG Biodiversität und Gender. Das Recht auf Nahrung für alle kann nur verwirklicht werden, wenn die Diskriminierung von Frauen ein Ende hat und sie ihre Rechte voll und ganz durchsetzen können. Daher möchten wir ganz besonders auf MODUL 7 aufmerksam machen:

Frauen ernähren die Welt: Frauenrechte in der Landwirtschaft.
In ärmeren Regionen der Welt sind Frauen auf die Bewirtschaftung von Land zur Ernährung ihrer Familien und für den lokalen Verkauf angewiesen. Ausgehend von der Frage des Zugangs von Frauen zu Land und dem Recht auf Nahrung spannen wir den Bogen zu globalen Zuammenhängen und nehmen auch das eigene Konsumverhalten in den Blick. 

Für wen? Der Lehrgang „Basiswissen Frauenrechte“ richtet sich an alle Menschen, die einen Überblick über die Geschichte der Frauenrechte bekommen und mehr über deren aktuelle Umsetzung im Kontext neoliberaler Ökonomie erfahren möchten.

Wann? Wintersemester 2016/17

Start: 5. Oktober 2016, 18-21 Uhr

9 Module in zweiwöchigem Abstand

Anmeldung und Information:

VHS-Ottakring Ludo-Hartmann-Platz 7, 1160 Wien

Telefon: 01/89174 116000

E-Mail: ottakring@vhs.at

Internet: www.vhs.at/ottakring

Kosten: 170.- Euro

Der Lehrgang ist von der Weiterbildungsakademie mit 1,5 ECTS zertifiziert. Für diesen Lehrgang kann der AK-Bildungsgutschein eingelöst werden.

Weiteres Infos und eine Übersicht über alle Module gibt's auf der WIDE Homepage.

Indien: Kleinbäuer:innen in Odisha weiterhin von Vertreibung und Umweltzerstörung bedroht

Seit 2005 protestiert die Landbevölkerung im Bezirk Jagatsinghpur (Bundestaat Odisha) gegen Umweltzerstörung und die unrechtmäßige Aneignung ihres Landes. Dort sollen Industrieanlagen und Infrastruktur – darunter Stahl- und Zementwerke, ein Kraftwerk und ein Hafen – errichtet werden. FIAN Österreich rief in Zusammenarbeit mit FIAN International im März 2022 zu einer Briefaktion auf, um mehr als 40.000 Kleinbäuer*innen, Landarbeiter*innen und Fischer*innen vor dem Verlust ihrer Lebensgrundlagen zu schützen. Zu Jahresbeginn berichtet der Sprecher der Bewegung von Polizeirepression, gewaltsamen Übergriffen und zunehmenden Festnahmen und erneuert dringend die Forderungen.

Das Recht auf Nahrung in Europa

Die Ernährungsunsicherheit und Armut nehmen weltweit zu. Auch in Europa. Nach Schätzungen von Eurostat waren 21,7% der EU-Bevölkerung im Jahr 2021 armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Viele stellen sich u.a. die Frage: Heizen oder Essen? Die existierenden Maßnahmen und Programme kommen für viele zu kurz. Es ist essenziell, dass die Staaten den Zugang zu einer selbstbestimmten, angemessenen und ausreichenden Ernährung sichern.

Eine Existenzsicherung, die vor Armut schützt, ist dringend notwendig!

2021 waren 17% der Bevölkerung in Österreich armutsbetroffen, wovon fast ein Viertel Kinder sind. Das sind 1.519.000 Menschen, davon 368.000 Kinder. Angesichts der Teuerung von Nahrungsmitteln und Energie steigt die Nachfrage bei Sozialmärkten und anderen Ausgabestellen, wo Lebensmittel zu stark reduzierten Preisen oder umsonst verteilt werden. Ein Mittel, um Armut nachhaltig zu bekämpfen sind sie jedoch nicht. Es braucht Maßnahmen der öffentlichen Hand, die die Existenzsicherung und somit auch das Recht auf Nahrung gewährleisten.

Tag des Kleinbäuerlichen Widerstands: Kleinbäuerliche Saatgutsysteme stärken Ernährungssouveränität, Biodiversität und Klimaresilienz

Am Internationalen Tag des Kleinbäuerlichen Widerstands, dem 17. April, schließt FIAN sich den weltweiten bäuerlichen Bewegungen an. Wir weisen auf die anhaltende Unterdrückung von Bäuer*innen, Landarbeiter*innen und indigenen Völkern hin - insbesondere von Frauen, die den größten Teil der Weltbevölkerung ernähren, aber noch wenig Einfluss auf die Ernährungspolitik haben. 

Neue Dimension der globalen Ernährungskrise durch Ukrainekrieg bedarf koordinierter politischer Reaktion

Mechanismus der Zivilgesellschaft und indigener Völker (CSIPM) fordert außerordentliche Plenarsitzung des UN-Ausschusses für Welternährungssicherheit (CFS), um sich mit der neuen Dimension der globalen Nahrungsmittelkrise zu befassen. Bisher vorgeschlagene Lösungen verfehlen das Ziel, einen echten Wandel herbeizuführen und künftige Krisen zu verhindern.

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