Zivilgesellschaftliche Organisationen fordern einen tatsächlich demokratischen UN-Ernährungsgipfel

Hunderte von NGOs äußern sich besorgt über die Rolle des Weltwirtschaftsforums im Rahmen des Ernährungsgipfels der Vereinten Nationen 2021

Foto: FIAN

Unternehmen in der globalen Industriekette sind maßgebliche Treiber für ökologische Zerstörung und steigende Hunger- und Unterernährungsraten. Dennoch wenden sich die Vereinte Nationen an sie, um die Krisen der Welt zu lösen. Für das Jahr 2021 haben die Vereinten Nationen einen Ernährungsgipfel angekündigt. Das ist großartig, denn die Welt benötigt dringend umfassendere und nachhaltigere Systeme, um die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen. Es ist jedoch zu befürchten, dass das Weltwirtschaftsforum - das mächtige Unternehmen vertritt - als strategischer Partner der Vereinten Nationen hinter der Organisation des Ernährungsgipfels stehen wird.

Erneut fordern Hunderte von NGOs weltweit den UN-Generalsekretär auf, das im vergangenen Jahr unterzeichnete UN-WEF-Partnerschaftsabkommen zu beenden und die Organisation des Gipfels zu überdenken.

Die UNO sollte stattdessen auf den Errungenschaften in der demokratischen Lebensmittelpolitik aufbauen. Diese sind das Ergebnis der Arbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen und sozialer Bewegungen, die die am stärksten von Hunger und Unterernährung betroffenen Menschen vertreten.

Schließen Sie sich dem #StopUNWEF an und unterstützen Sie eine demokratische Lebensmittelgesetzgebung.

Hier können Sie die Petition unterzeichnen: https://www.foodsovereignty.org/csos-letter-on-un-food-systems-summit/

Petition "Menschenrechte brauchen Gesetze!"

Für den Schutz der Menschenrechte bei internationalen Unternehmenstätigkeiten gibt es bislang nur unverbindliche Leitprinzipien. Diese freiwilligen Vorgaben sind nicht ausreichend, denn trotzdem werden die Menschenrechte von vielen Millionen Kleinbäuer*innen und anderen im Ernährungssystem Beschäftigten, die in globalen Wertschöpfungsketten eingebunden sind, permanent verletzt. Es braucht verbindliche Regulierungen, um Verstöße gegen das Recht auf Nahrung zu verhindern oder Gerechtigkeit für Betroffene herzustellen. Ein Lieferkettengesetz ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Hunger und Mangelernährung und für die Umsetzung der UN-Erklärung für die Rechte von Kleinbäuer*innen und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten. 

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