FOODFirst Magazin 1/2019: Zahlenzauber: Hungermessung

Hungerzahlen werden schon immer politisch vereinnahmt. Doch rechtfertigen die vorliegenden Daten die aktuell dominanten Lösungsansätze?

Warum verändern sich immer wieder die untersuchten Parameter und damit auch die offiziellen Hungerzahlen?
Gibt es überhaupt objektive Statistiken, oder wird jede Erhebung von Interessen beeinflusst? Der Schwerpunkt des Heftes
beschäftigt sich mit der Frage, wie menschenrechtliche Prinzipien bei der Messung von Hunger stärker berücksichtigt werden können, welche Institutionen hierfür gestärkt werden müssten und wie eine Einbeziehung der Betroffenen gelingen kann. Hunger hat fast immer politische Ursachen. Hunger-Messungen werden oftmals politisch instrumentalisiert. Daher unterzieht Roman Herre von FIAN Deutschland die international vorherrschenden Methoden der Messung von Hunger in der aktuellen Ausgabe des FOODFirst einer kritischen Analyse. Was es unserer Meinung nach braucht: Den Einsatz für Daten-Erhebungen, die auf Basis des Rechts auf Nahrung die Ursachen von Hunger und Ausgrenzung nicht aus dem Blick verlieren!

Ebenfalls in dieser Ausgabe: Unsere Kolleg*innen von FIAN Kolumbien (S. 10/11) gewähren spannende Einblicke in ihre Arbeit für das Recht auf Nahrung. Melanie Oßberger von FIAN Österreich liefert einen persönlichen Reisebericht vom UN-Sozialausschuss in Genf, wo sie über die Menschenrechtslage in Österreich berichtete (S. 9). Das FOODFirst bringt uns auch nach Sierra Leone, denn es ist eine Umsiedlung beim Agrartreibstoff-Projekt von Addax/Sunbird zu befürchten (S. 6-7).

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Tag des Kleinbäuerlichen Widerstands: Kleinbäuerliche Saatgutsysteme stärken Ernährungssouveränität, Biodiversität und Klimaresilienz

Am Internationalen Tag des Kleinbäuerlichen Widerstands, dem 17. April, schließt FIAN sich den weltweiten bäuerlichen Bewegungen an. Wir weisen auf die anhaltende Unterdrückung von Bäuer*innen, Landarbeiter*innen und indigenen Völkern hin - insbesondere von Frauen, die den größten Teil der Weltbevölkerung ernähren, aber noch wenig Einfluss auf die Ernährungspolitik haben. 

Neue Dimension der globalen Ernährungskrise durch Ukrainekrieg bedarf koordinierter politischer Reaktion

Mechanismus der Zivilgesellschaft und indigener Völker (CSIPM) fordert außerordentliche Plenarsitzung des UN-Ausschusses für Welternährungssicherheit (CFS), um sich mit der neuen Dimension der globalen Nahrungsmittelkrise zu befassen. Bisher vorgeschlagene Lösungen verfehlen das Ziel, einen echten Wandel herbeizuführen und künftige Krisen zu verhindern.

Indien: Vertreibung und Umweltzerstörung in Odisha stoppen - jetzt Eilaktion unterstützen

Seit 2005 protestiert die Landbevölkerung im Bezirk Jagatsinghpur gegen Umweltzerstörung und die unrechtmäßige Aneignung ihres Landes. Dort sollen Industrieanlagen und Infrastruktur – darunter Stahl- und Zementwerke, ein Kraftwerk und ein Hafen – errichtet werden. FIAN ruft zu einer Briefaktion auf, um mehr als 40.000 Bäuer*innen, Landarbeiter*innen und Fischer*innen vor dem Verlust ihrer Lebensgrundlagen zu schützen.

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