340 NGOs fordern von EU Stopp der Freihandels-Verhandlungen mit Brasilien

FIAN unterstützt Forderung nach Menschenrechten vor Konzerninteressen

Mato Grosso, Brazil – Photo by Icaro Cooke Vieira/CIFOR cifor.orgCC BY-NC-ND 2.0

Die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien erreicht unter Präsident Jair Bolsonaro ein neues Rekordausmaß. Schwere Menschenrechtsverletzungen, Angriffe auf Minderheiten, die Zivilgesellschaft und indigene Völker nehmen stark zu - nur um die Interessen mächtiger Vieh- und Soja-Agrarkonzernen durchzusetzen. 340 Organisationen fordern daher, das Handelsabkommen zwischen der EU und den Mersocur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay) sofort zu stoppen. Es verstößt gegen alle Menschenrechts- und Umweltrichtlinien der EU. Auch die österreichische Regierung ist gefordert, sich für einen Abbruch der Verhandlungen einzusetzen oder ein allfälliges Abkommen nicht zu unterzeichnen.

Letter-Brazil-EU-Mercosur  und Liste der unterzeichnenden Organisationen (englisch)

Brief-Brasilien-EU-Mercosur (deutsch)

FoodFirst - Die zweite Staffel der FIAN-Podcastreihe

Im März dieses Jahres feierte die erste Staffel des FIAN-Podcasts auf Radio Orange Premiere. Nun, ein halbes Jahr später, geht FoodFirst in die zweite Runde. Passend zum Internationalen Tag der Demokratie, den die Generalversammlung der Vereinten Nationen 2007 ausgerufen hat und der am 15. September begangen wird, widmet sich die zweite Staffel von FoodFirst in drei Kapiteln der Frage, was unser Ernährungssystem mit Demokratie zu tun hat, wo es an der Umsetzung hapert und was wir mit Blick auf unser Ernährungssystem für unsere Demokratie lernen können.

FAQ zu Good Food 4All

FIAN unterstützt Good Food 4All - Die Europäische Bürger:inneninitiative für das Recht auf Nahrung. Damit wollen wir die Europäische Kommission zum Handeln auffordern, um allen Menschen in Europa einen Zugang zu gesunden und nachhaltigen Lebensmitteln zu garantieren. In diesem FAQ beantworten wir alle Fragen rund um Good Food 4All. Du hast weitere Fragen? Schreib uns an office[at]fian.at.

„The Farmer Case“: Belgisches Gericht ebnet den Weg für Klimaklage gegen TotalEnergies

Der Fall des belgischen Landwirts Hugues Falys zeigt, dass die Klimakrise zunehmend als Frage von Menschenrechten vor Gericht verhandelt wird. Das Gericht hat die Klage des Landwirts gegen den Energiekonzern TotalEnergies für zulässig erklärt, das Urteil in der Sache wird für den 9. September 2026 erwartet. Das Gericht begründete dies damit, zunächst eine Entscheidung in einem parallelen Verfahren gegen TotalEnegies in Frankreich abwarten zu wollen.

Menschenrechte hörbar machen: Der neue Podcast FoodFirst

Drei Folgen, ein zentrales Thema: Mit „FoodFirst“ startet FIAN Österreich eine neue Podcastreihe, die alle sechs Monate erscheint und Wege zu gerechteren Ernährungssystemen aufzeigt. Den Auftakt macht die Staffel „Im Schatten der Lieferketten“, die sich mit Menschenrechten in der globalen Lebensmittelproduktion auseinandersetzt.

Good Food 4All - Nahrung ist ein Menschenrecht für alle!

Mindestens ein Fünftel der europäischen Bevölkerung hat keinen Zugang zu angemessener Nahrung. Industrielle Lebensmittelsysteme verschärfen Ernährungsunsicherheit, Klimawandel, Umweltverschmutzung, Verlust der biologischen Vielfalt, Ausbeutung von Arbeitskräften und Tierleid. Die EU muss das Recht auf Nahrung systemisch garantieren und gesunde, gerechte, humane und nachhaltige Lebensmittelsysteme für heutige und zukünftige Generationen fördern.

Was is(s)t gerecht? Lehrgang für Multiplikator*innen

Für eine Veränderung in unserem Ernährungssystem braucht es junge Menschen, die etwas bewegen wollen. Genau für diejenigen gibt es diesen Lehrgang: An 8 Terminen zwischen März und September bekommst du das Wissen und die Skills, um Veränderungen anzustoßen und weiterzutragen – direkt aus Theorie und Praxis. Die Anmeldung läuft bis zum 01. Februar 2026!

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