FOODFirst Magazin 1/2018: Mit Vielfalt gegen Hunger

Die erste Ausgabe des FOODFirst-Magazins in diesem Jahr steht in den Startlöchern. In der Titelgeschichte geht es dieses Mal um Agrarökologie als demokratische und umweltfreundliche Alternative zur industriellen und konzerndominierten Landwirtschaft.

Um Hunger und Mangelernährung zu beenden, braucht es Vielfalt auf dem Teller. Hierfür ist schon im Anbau eine größere Diversität notwendig. Kleinbauern und Kleinbäuerinnen spielen beim Erreichen dieses Ziels eine zentrale Rolle, weswegen ihr Zugang zu natürlichen Ressourcen wie Land, Wasser und vor allem Saatgut gesichert sein muss. Allerdings befinden sich diese lebenswichtigen Ressourcen zunehmend in den Händen weniger Großkonzerne. Zuletzt wurde das durch die Übernahme Monsantos durch die Bayer AG deutlich sichtbar, die in Zukunft nun fast ein Drittel des kommerziellen Saatgutmarkts beherrscht.

Mit dem Konzept der Agrarökologie wird dem ein ganzheitlicher Ansatz entgegengestellt. Denn es stellt das Lebendige ins Zentrum – von der Förderung eines lebendigen, gesunden Bodenlebens bis zur Stärkung einer lebendigen Demokratie. Agrarökologie will und kann eine Alternative zur industriellen Landwirtschaft bieten. Wir stellen dieses Konzept vor und erklären die enorme Bedeutung von Vielfalt für die Verwirklichung des Rechts auf Nahrung.

Darüber hinaus berichten wir unter anderem über Stand unserer Projekte in Uganda und Sierra Leone sowie über neue Entwicklungen bei der UN-Deklaration für kleinbäuerliche Rechte und dem TNC-Treaty zu Wirtschaft und Menschenrechten. Aus der nationalen Arbeit steht FIANs Engagement in der Armutskonferenz im Mittelpunkt dieser Ausgabe.

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Tag des Kleinbäuerlichen Widerstands: Kleinbäuerliche Saatgutsysteme stärken Ernährungssouveränität, Biodiversität und Klimaresilienz

Am Internationalen Tag des Kleinbäuerlichen Widerstands, dem 17. April, schließt FIAN sich den weltweiten bäuerlichen Bewegungen an. Wir weisen auf die anhaltende Unterdrückung von Bäuer*innen, Landarbeiter*innen und indigenen Völkern hin - insbesondere von Frauen, die den größten Teil der Weltbevölkerung ernähren, aber noch wenig Einfluss auf die Ernährungspolitik haben. 

Neue Dimension der globalen Ernährungskrise durch Ukrainekrieg bedarf koordinierter politischer Reaktion

Mechanismus der Zivilgesellschaft und indigener Völker (CSIPM) fordert außerordentliche Plenarsitzung des UN-Ausschusses für Welternährungssicherheit (CFS), um sich mit der neuen Dimension der globalen Nahrungsmittelkrise zu befassen. Bisher vorgeschlagene Lösungen verfehlen das Ziel, einen echten Wandel herbeizuführen und künftige Krisen zu verhindern.

Indien: Vertreibung und Umweltzerstörung in Odisha stoppen - jetzt Eilaktion unterstützen

Seit 2005 protestiert die Landbevölkerung im Bezirk Jagatsinghpur gegen Umweltzerstörung und die unrechtmäßige Aneignung ihres Landes. Dort sollen Industrieanlagen und Infrastruktur – darunter Stahl- und Zementwerke, ein Kraftwerk und ein Hafen – errichtet werden. FIAN ruft zu einer Briefaktion auf, um mehr als 40.000 Bäuer*innen, Landarbeiter*innen und Fischer*innen vor dem Verlust ihrer Lebensgrundlagen zu schützen.

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