Covid-19: Aus Krise lernen - NGOs fordern Politik im Sinne von Kleinbäuer*innen

Bündnis wendet sich mit Forderungen und Lösungsansätzen an Landwirtschaftsministerin Köstinger und Außenminister Schallenberg

Foto: FIAN / Bernd Eidenmüller

Im Zusammenhang mit Covid-19 wurde erneut die Verwundbarkeit des gegenwärtigen globalisierten Ernährungssystems deutlich, das von der industriellen Landwirtschaft dominiert wird.

Wir müssen aus dieser Krise lernen und in den Aufbau widerstandsfähiger lokaler und regionaler, vielfältiger, agrarökologischer Landwirtschafts- und Ernährungssysteme investieren! Kleinbäuer*innen und andere Menschen, die in ländlichen Gebieten arbeiten, sichern in diesen Krisenzeiten mehr denn je die regionale Lebensmittelversorgung. Sie zu stärken bedeutet, eine klimagerechte Zukunft und die Ernährungssicherheit aller Menschen zu stärken.

Kleinbäuer*innenrechte sind Menschenrechte. Wir fordern die politischen Entscheidungsträger*innen daher auf, die österreichische und die EU-Politik im Sinne der Bauern, Bäuerinnen und anderer kleiner Lebensmittelproduzent*innen zu gestalten. In einem Bündnis mit mehreren Organisationen übermittelte FIAN heute entsprechende Forderungen und Lösungsansätze in einem Offenen Brief an Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und Außenminister Alexander Schallenberg.

Offener Brief an die österreichische Landwirtschaftsministerin und den Außenminister

 

 

Tag des Kleinbäuerlichen Widerstands: Kleinbäuerliche Saatgutsysteme stärken Ernährungssouveränität, Biodiversität und Klimaresilienz

Am Internationalen Tag des Kleinbäuerlichen Widerstands, dem 17. April, schließt FIAN sich den weltweiten bäuerlichen Bewegungen an. Wir weisen auf die anhaltende Unterdrückung von Bäuer*innen, Landarbeiter*innen und indigenen Völkern hin - insbesondere von Frauen, die den größten Teil der Weltbevölkerung ernähren, aber noch wenig Einfluss auf die Ernährungspolitik haben. 

Neue Dimension der globalen Ernährungskrise durch Ukrainekrieg bedarf koordinierter politischer Reaktion

Mechanismus der Zivilgesellschaft und indigener Völker (CSIPM) fordert außerordentliche Plenarsitzung des UN-Ausschusses für Welternährungssicherheit (CFS), um sich mit der neuen Dimension der globalen Nahrungsmittelkrise zu befassen. Bisher vorgeschlagene Lösungen verfehlen das Ziel, einen echten Wandel herbeizuführen und künftige Krisen zu verhindern.

Indien: Vertreibung und Umweltzerstörung in Odisha stoppen - jetzt Eilaktion unterstützen

Seit 2005 protestiert die Landbevölkerung im Bezirk Jagatsinghpur gegen Umweltzerstörung und die unrechtmäßige Aneignung ihres Landes. Dort sollen Industrieanlagen und Infrastruktur – darunter Stahl- und Zementwerke, ein Kraftwerk und ein Hafen – errichtet werden. FIAN ruft zu einer Briefaktion auf, um mehr als 40.000 Bäuer*innen, Landarbeiter*innen und Fischer*innen vor dem Verlust ihrer Lebensgrundlagen zu schützen.

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