Covid-19: Aus Krise lernen - NGOs fordern Politik im Sinne von Kleinbäuer*innen

Bündnis wendet sich mit Forderungen und Lösungsansätzen an Landwirtschaftsministerin Köstinger und Außenminister Schallenberg

Foto: FIAN / Bernd Eidenmüller

Im Zusammenhang mit Covid-19 wurde erneut die Verwundbarkeit des gegenwärtigen globalisierten Ernährungssystems deutlich, das von der industriellen Landwirtschaft dominiert wird.

Wir müssen aus dieser Krise lernen und in den Aufbau widerstandsfähiger lokaler und regionaler, vielfältiger, agrarökologischer Landwirtschafts- und Ernährungssysteme investieren! Kleinbäuer*innen und andere Menschen, die in ländlichen Gebieten arbeiten, sichern in diesen Krisenzeiten mehr denn je die regionale Lebensmittelversorgung. Sie zu stärken bedeutet, eine klimagerechte Zukunft und die Ernährungssicherheit aller Menschen zu stärken.

Kleinbäuer*innenrechte sind Menschenrechte. Wir fordern die politischen Entscheidungsträger*innen daher auf, die österreichische und die EU-Politik im Sinne der Bauern, Bäuerinnen und anderer kleiner Lebensmittelproduzent*innen zu gestalten. In einem Bündnis mit mehreren Organisationen übermittelte FIAN heute entsprechende Forderungen und Lösungsansätze in einem Offenen Brief an Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und Außenminister Alexander Schallenberg.

Offener Brief an die österreichische Landwirtschaftsministerin und den Außenminister

 

 

Wie Konzerne den UN-Ernährungsgipfel kapern

Transnationale Agrarkonzerne tragen zu einer wachsenden globalen Hungerkrise bei, verursachen weitreichende Umweltschäden und bedrohen die Gesundheit der Menschen. Durch die Vereinnahmung des UN-Gipfels für Ernährungssysteme haben sie die Tagesordnung des ersten Ernährungsgipfels der Vereinten Nationen auf Lösungen reduziert, die den Profiten der Unternehmen dienen.

UN-Ernährungsgipfel: Vereinte Nationen oder Vereinte Konzerne?

Am 23. September findet die Abschlussveranstaltung des UN-Gipfels für Ernährungssysteme statt. Die im Vorfeld sichtbar gewordene zunehmende politische Rolle von Agrar- und Lebensmittelkonzernen auf den Gipfel ruft heftige Kritik zivilgesellschaftlicher Organisationen auf den Plan: Der Ernährungsgipfel scheint zu einer Spielwiese für die politische Einflussnahme multinationaler Unternehmen zu verkommen. Mit welchen Mechanismen gelingt es multinationalen Konzernen, sich zunehmend Gewicht in der Rechtsetzung zur weltweiten Ernährung zu verschaffen?

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