Erfolgreiche KonsumentInnen-Initiative für fair gehandelte Blumen in Österreichs Gemeinden abgeschlo

FIAN, Südwind, Volkshilfe Wien, 11.01.2012 NGOs übergeben hunderte unterzeichnete Postkarten an den Österreichischen Gemeindebund, erste konkrete Umsetzungsschritte im Gespräch.

Hunderte Postkarten, mit denen UnterzeichnerInnen fair gehandelte Blumen in Österreichs Gemeinden fordern, wurden heute an Bürgermeister Helmut Mödlhammer, den Präsidenten des Österreichischen Gemeindebundes, übergeben. „Mit dieser Aktion bitten wir den Gemeindebund, sich bei seinen Mitgliedern dafür einzusetzen, dass in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handel nur mehr regionale oder faire Blumen eingekauft werden“, betonen die VertreterInnen von FIAN, Südwind und Volkshilfe unisono.

 

Die Postkartenaktion für mehr fair gehandelte Blumen in Österreichs Gemeinden startete die Menschenrechtsorganisation FIAN in Zusammenarbeit mit den Nichtregierungsorganisationen Südwind, Volkshilfe Österreich und FAIRTRADE Österreich. Bei der Übergabe waren Mag. Sophie Veßel von FIAN, Mag. Elisabeth Schinzel vom Südwind und Mag. (FH) Erich Fenninger, Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe Österreich, vertreten.

 

Forderungen und Ziele

„Es ist uns wichtig zu zeigen, dass öffentliche Institutionen als Vorbild vorangehen können“, sagt Erich Fenninger von der Volkshilfe. „Durch den Kauf fair gehandelter Blumen können nicht nur KonsumentInnen sondern auch Institutionen mithelfen, die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern zu verbessern und die negativen ökologischen Auswirkungen der Blumenproduktion zu minimieren.“

 

„Eine steigende Nachfrage nach fair gehandelten Blumen kann den Druck auf die ProduzentInnen erhöhen, bei der Erzeugung Menschenrechte und Umweltstandards einzuhalten“, ergänzt Sophie Veßel von FIAN.

 

„Die österreichischen Gemeinden bekennen sich bereits seit langem zur Beschaffung von regionalen Produkten“, sagt Helmut Mödlhammer, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes. „Wir unterstützen diese Aktion und werden unsere Mitglieder über fair produzierte und gehandelte Produkte, vor allem Blumen, informieren.“

 

„Blumen, die das FAIRTRADE-Gütesiegel tragen, müssen Standards einhalten, die streng überprüft werden. Zu diesen gehören existenzsichernde Löhne, Gewerkschaftsfreiheit, Verbot hochgiftiger Pestizide und der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen“, sagt Hartwig Kirner von FAIRTRADE Österreich. „Ob Blumen, Bekleidung, oder Naturstein – bei jedem Einkauf können sich können sich Privatpersonen und die öffentliche Hand für faire Arbeitsbedingungen weltweit einsetzen“, ergänzt Elisabeth Schinzel von Südwind.

 

Die Postkartenaktion war Teil der dreijährigen Kampagne „Fair Flowers – Mit Blumen für Menschenrechte“, die sich dafür einsetzte, dass die Arbeits- und Umweltbedingungen in der globalen Schnittblumenindustrie verbessert werden und dass das Bewusstsein über die Produktionsbedingungen von Schnittblumen und faire Kaufalternativen gestärkt wird.

 

Mehr Informationen:

FIAN (Food First Informations- und Aktionsnetzwerk)
ist die internationale Menschenrechtsorganisation für das Recht auf Nahrung mit Sektionen und Mitgliedern in 60 Ländern weltweit. FIAN Österreich setzt sich seit vielen Jahren für würdige Arbeitsbedingungen in der globalen Blumenproduktion ein. www.fian.at

 

SÜDWIND
setzt sich als entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisation seit 30 Jahren für eine nachhaltige globale Entwicklung, Menschenrechte und faire Arbeitsbedingungen weltweit ein. www.suedwind.at

 

VOLKSHILFE
ist ein modernes soziales Dienstleistungsunternehmen und eine nationale und internationale Hilfsorganisation. Die Volkshilfe engagiert sich seit 2009 in der Kampagne „Fair Flowers – mit Blumen für Menschenrechte“. www.volkshilfe.at

 

FAIRTRADE
setzt sich weltweit für Fairen Handel ein. Produkte mit dem FAIRTRADE-Gütesiegel sichern faire Preise für Kleinbauernfamilien und PlantagenarbeiterInnen. www.fairtrade.at

Download Pressebild:
http://www.volkshilfe.at/1068,549--,0,2.html

Im Bild: (v.l.n.r.) Bürgermeister Helmut Mödlhammer (Präsident Österreichischer Gemeindebund), Mag. (FH) Erich Fenninger (Bundesgeschäftsführer Volkshilfe Österreich), Mag. Sophie Veßel (FIAN Österreich), Mag. Elisabeth Schinzel (Leiterin Sozial faire Beschaffung – Südwind Agentur)

Bildcredit: Volkshilfe Österreich

 

Für Rückfragen:

Mag. Sophie Veßel
FIAN Österreich
Telefon: +43 (0) 1 2350 239 12
E-Mail: sophie.vessel@fian.at

Mag. (FH) Margit Kubala
Presse und Kommunikation – Volkshilfe Österreich
Telefon: +43 (0) 1 402 62 09 14
E-Mail: margit.kubala@volkshilfe.at  

Mag. Elisabeth Schinzel
Leiterin Sozial faire Beschaffung – Südwind Agentur
Telefon: +43 (1) 405 55 15 302
E-Mail: elisabeth.schinzel@suedwind.at

Unser Ernährungssystem braucht eine grundlegende Transformation

Vom 7.9. – 11.9.2020 findet die erste Verhandlungsrunde über die finalen Leitlinien für Nahrungssysteme und Ernährung des UN-Ausschuss für Welternährungssicherheit (CFS) statt. Die Ergebnisse werden einen entscheidenden Einfluss darauf haben, ob es gelingt, die steigenden Raten von Hunger und Unterernährung umzukehren und künftige Pandemien zu verhindern.

nach oben