Neue Studie: Von der Vielfalt zum Mangel - Wer bestimmt, was wir essen?

Neue Studie von FIAN Österreich deckt auf: Einfluss von Konzernen auf Regierungen und UN-Institutionen im Bereich Mangelernährung wächst rapide.

Was auf unseren Tellern landet, wird zunehmend durch transnationale Konzerne beeinflusst. Transnationale Konzerne sind die Global Player im Spiel um unsere Ressourcen und Ernährung. FIAN deckt Allianzen von Regierungen und Konzernen auf, die die Anreicherung von Grundnahrungsmitteln mit künstlichen Vitaminen und Mineralstoffen – auch mit Hilfe von Gentechnik – im Globalen Süden propagieren. Die Fallbeispiele in der Studie bringen ans Licht: Unternehmen wie Monsanto, Nestle oder Unilever sichern sich unter dem Deckmantel der Bekämpfung von Mangelernährung satte Gewinne auf Kosten unserer Gesundheit und Umwelt. Dabei erlangen sie zunehmend Einfluss auf Regierungsprogramme sowie einflussreiche UN-Gremien. Damit wird ein unabhängiger, globaler Diskurs zu Ernährung durch Profitinteressen untergraben. Mangelernährung wird dadurch nicht bekämpft, sondern verstärkt.

Zweifelhafte Allianzen: Regierungen und Konzerne

Regierungen weltweit gehen Partnerschaften mit Konzernen der Agrar- und Ernährungsindustrie ein, die in der Produktion, Vermarktung und Anreicherung von Lebensmitteln oder künstlichen Nährstoffen aktiv sind. Die Allianzen tragen Namen wie SUN - Scaling Up Nutrition, GAIN - Global Alliance for Improved Nutrition oder FFI - Food Fortification Initiative.  Das höchst umstrittene  Entwicklungsprogramm, die New Alliance for For Security and Nutrition, steht in engem Zusammenhang mit den genannten Allianzen. Es wird vom EU-Parlament als menschenrechtlich bedenklich eingestuft. Unterstützt werden die Allianzen von UN-Institutionen und weiteren mächtigen Akteuren wie Weltbank, G8 und Privatstiftungen, allen voran die Bill & Melinda Gates Stiftung.

Im Gegenzug für Investitionszusagen richten etliche Länder des Globalen Südens ihre Ernährungs- und Gesundheitspolitik gemäß den Konzerninteressen aus. „Konkret heißt das: Gesetzlich verankerte Anreicherungspflicht, gentechnikfreundliche Gesetzgebungen, Änderungen der Landnutzungsrechte auf Kosten von Kleinbäuerinnen und -bauern, Kriminalisierung des traditionellen, freien Tausches von Samen. Insgesamt wird dem agroindustriellen Modell Vorschub geleistet, dadurch die Biodiversität reduziert, und so Mangelernährung verstärkt“, erklärt Melanie Oßberger, Studienautorin von FIAN Österreich.

Beispiel Kenia: Marketing und gesetzliche Vorschriften

GAIN arbeitet eng mit dem kenianischen Gesundheitsministerium zusammen. Zum Start  eines gemeinsamen Projekts wurden 20 Millionen Päckchen mit Nährstoffpulver von DSM, dem größten Nährstoffproduzenten weltweit, verteilt. Der Tür-zu-Tür-Verkauf in Wohngebieten mit sozial schwachen Familien ist Teil der großangelegten Marketingkampagne. Der amerikanische Konzern Herbalife beteiligt sich finanziell. Die Anreicherung von Weizenmehl wurde in Kenia 2012 gesetzlich vorgeschrieben. Damit wurde eine Praxis im Gesetz verankert, die schon lange davor in zahlreichen Getreidemühlen angewandt wurde – vor allem auf Grund von entsprechendem Lobbying durch GAIN.  Zur besseren Vermarktung angereicherter Nahrungsmittel wurde sogar ein entsprechendes Logo mit dem Schriftzug 'Kuboresha Afya' (=gesundheitsfördernd) entwickelt.

Indien: Kekse statt Schulessen

Die Strategie, verarbeitete Lebensmittel als „gesund“ zu verkaufen, wird auch in Indien angewandt. Die vom Britannia-Konzern vertriebenen Kekse der Marke Tiger sind mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert. Vor einigen Jahren versuchte die damalige Britannia-Chefin Vinita Bali, das gekochte Mittagessen an Indiens Schulen durch eine Packung angereicherter Kekse zu ersetzen. Die Initiative scheiterte nur knapp am Widerstand im Parlament und in der Zivilgesellschaft. Heute ist Vinita Bali Vorstandsvorsitzende von GAIN

Künstliche Nährstoffe keine Dauerlösung

Die aktuelle internationale Ernährungspolitik forciert die Anreicherung von Lebensmitteln durch künstliche Nährstoffe. Es ist unbestritten, dass angereicherte Lebensmittel unter Umständen –bei akuten Hungersnöten und für spezifische Zielgruppen – Teil der Lösung im Kampf gegen Mangelernährung sein können. Sie bergen aber auch gesundheitliche Risiken. ExpertInnen sind sich einig, dass sie natürliche, vielfältige Ernährung nicht dauerhaft ersetzen können. Zudem untergräbt der dauerhafte Einsatz das Recht auf Nahrung. „Mit dem Fokus auf eine technische Lösung wird die Debatte um Hunger und Mangelernährung entpolitisiert. Die Ursachen von Mangelernährung werden nicht bekämpft.Die Studie zeigt klar: Der Staat kommt seinen menschenrechtlichen Pflichten nicht nach, indem er zulässt und aktiv dazu beiträgt, dass die Anreicherungsallianzen das Menschenrecht auf Nahrung untergraben“, so Oßberger abschließend.

 

Download Studie : FIAN Österreich (2017) „Von der Vielfalt zum Mangel. Wie Anreicherungsallianzen den Boden für Mangelernährung bereiten“.

Fotos

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INTERVIEWMÖGLICHKEIT mit Melanie Oßberger, Studienautorin; Expertin für Mangelernährung FIAN Österreich und Projektleitung „Menschenrechte ins Ernährungssystem“

 

Rückfragehinweis:

Linnéa Richter, Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

0650 4055511, linnea.richter[at]fian.at

 

 

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Philippinen: Teilerfolg bei Landumverteilung

Die philippinische Regierung hat sich dazu verpflichtet, die Umverteilung der Landfläche der Hacienda Matias auf der philippinischen Halbinsel Bondoc zu beschleunigen. Am 2. Juli wurde die Umverteilung zugunsten eines Teils von Bäuerinnen und Bauern fortgesetzt, die seit 2004 Anspruch auf das Land haben. Dadurch soll deren Recht auf Nahrung gewährleistet werden. Trotz dieses Teilerfolges, ist die Umverteilung noch nicht abgeschlossen.

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Erstmals tagt im UN-Menschenrechtsrat die Arbeitsgruppe zu Abkommen über Menschenrechte und transnationale Unternehmen. Am 6. Juli trifft sich erstmals die neue zwischenstaatliche Arbeitsgruppe (IGWG) im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen, um an einem neuen internationalen Vertrag zum Schutz der Menschenrechte in Verbindung mit Unternehmensaktivitäten zu arbeiten. FIAN Österreich setzte sich als Mitglied der so genannten Treaty Alliance für die Einrichtung solch einer Arbeitsgruppe ein und begrüßt daher deren Umsetzung durch den Menschenrechtsrat.

Kampagnenstart: „Hands on the Land“

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‚Fortschritt‘ in der Neuen Allianz? Nicht für Afrikas Kleinbäuer_innen!

Stellungnahme der Zivilgesellschaft zur G8 New Alliance for Food Security and Nutrition in Africa Ein Bündnis aus 91 zivilgesellschaftlichen Organisationen (darunter FIAN) kritisiert die G8-Initiative „Neue Allianz für Ernährungssicherheit“ scharf. Unter dem Deckmantel der Armutsbekämpfung werden Konzerninteressen befördert und Konzernmacht verfestigt. Die „Neue Allianz“ diskriminiert kleinbäuerliche, vielfältige und nachhaltige Ernährungssysteme, die das eigentliche Potenzial für Ernährungssicherung in Afrika darstellen.

G7-Gipfel: Neue Allianz für Ernährungssicherung fördert Konzerndominanz in Afrika

Maßnahmen unter dem Deckmantel der Hungerbekämpfung gefährden Recht auf Nahrung Wien/München, 05.06.2015 – Im Vorfeld des G7-Gipfels vom 7. - 8. Juni in Elmau bekräftigt FIAN: Die G7 besitzt keine demokratische Legitimation, um über zentrale Weichenstellungen der Welternährung zu entscheiden. Die G7-Initiative „Neue Allianz für Ernährungssicherung“ hat sich zwar die Hungerbekämpfung in Afrika auf die Fahnen geschrieben, im Vordergrund steht jedoch die Förderung des Agribusiness aus den G7-Staaten.

Mailand: Expo als Showbühne der Agrarkonzerne

FIAN erteilt der Milan Charta eine Absage Wien/Mailand, 03.06.2015 - Die Expo in Mailand ist eine Showbühne großer Agrar- und Lebensmittelkonzerne, die den internationalen Markt für Lebensmittel, Saatgut, Pestizide und chemischen Dünger kontrollieren. Die im Zuge der Expo veröffentlichte Milan Charta macht besonders deutlich, wessen Interessen auf der Expo propagiert werden.

Tag des Kleinbäuerlichen Widerstands heute auch im Zeichen der Freihandelsabkommen

Landwirtschaft durch TTIP und CETA in Gefahr Wien/international - 17. April: Der diesjährige internationale Tag des Kleinbäuerlichen Widerstandes am 17. April steht heuer auch im Zeichen der Proteste gegen bestehende und geplante Handelsabkommen wie TTIP und CETA. Bestehende Handelsabkommen zeigen jetzt schon, dass gerade Kleinbauern und -bäuerinnen weltweit verlieren.

Ende der Milchquote bedroht Milchbäuer_innen in Nord und Süd

Menschenrechte statt Milchschwemme Wien, 31.3.2015 Mit 1. April gehört die Milchquote der Geschichte an. Die Milchproduktion in der EU wird fortan dem Spiel der Märkte überlassen. Die Zeche dafür zahlen kleine Milchproduzent_innen in Österreich, aber auch ihre afrikanischen oder asiatischen Kolleg_innen. Heute protestieren daher österreichische Milchbäuer_innen in Wien. FIAN Österreich und die ÖBV – Via Campesina Austria unterstützen den Protest und fordern eine Agrar- und Milchmarktpolitik, die auf Solidarität, auf dem Menschenrecht auf Nahrung und Ernährungssouveränität aufbaut.

Plattform „Wir haben es satt!“ fordert Kehrtwende der österreichischen Agrarpolitik

Klare Absage an Wachstums- und Exportorientierung Wien, 26.1.2015 Bei der heutigen Aktion anlässlich des Agrarpolitiktags der Wintertagung des Ökosozialen Forums fordern die VertreterInnen der Plattform “Wir haben es satt!“ eine „längst fällige Kehrtwende der österreichischen Agrarpolitik“. Der Agrarpolitiktag behandelt heuer die Themen „Bioökonomie“ und „Märkte im Wandel“. Angesichts der Überschussproduktion in wichtigen Sektoren der österreichischen Landwirtschaft (z.B. Milch) und daraus resultierenden Absatzproblemen bzw. Preiswettkämpfen propagieren die agrarpolitischen EntscheidungsträgerInnen verstärkt den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen sowie den Export auf zunehmend außereuropäische Märkte.

Schlüssel zu Hungerbekämpfung: Kleinbäuerinnen und -bauern stärken

Schlüssel zu Hungerbekämpfung Wien, 15.10.2014 Anlässlich des Welternährungstags (16.10.) kritisieren FIAN Österreich und Brot für die Welt die wachsende Kontrolle kapitalstarker Agrar- und Lebensmittelkonzerne über das globale Ernährungssystem. Dabei ist politische Partizipation und Stärkung der Investitionsfähigkeit von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern der Schlüssel zu nachhaltiger Hungerbekämpfung.

Land Grabbing in Osteuropa

Die Rolle österreichischer Unternehmen Besonders in Osteuropa schreiten Landkonzentration und Land Grabbing rapide voran. Aktuelle Recherchen von FIAN Österreich zeigen: Auch österreichische Akteure mischen im Wettlauf um Land mit und eignen sich im großen Stil Land in Rumänien, Serbien und Ungarn an. Die Bäuerinnen und Bauern vor Ort profitieren vom Investitionsboom kaum, ganz im Gegenteil.

UN-Menschenrechtsrat stimmt für verbindliche Regulierung von transnationalen Konzernen

Großer Schritt für das Ende der Straflosigkeit von Menschenrechtsverstößen von Unternehmen Genf, 27. Juni 2014 Der UN-Menschenrechtsrat hat gestern eine Resolution für eine zwischenstaatliche Arbeitsgruppe zur verbindlichen Regulierung von transnationalen Unternehmen angenommen. Trotz des starken Widerstands der EU und der USA stimmten 20 Mitgliedsstaaten des Menschenrechtsrats für die Resolution, 13 Staaten enthielten sich der Stimme. Österreich stimmte gegen die Resolution.

Unternehmen brauchen verbindliche Menschenrechtsstandards

NGOs fordern klare Haltung Österreichs im UN-Menschenrechtsrat Wien, 8.5.2014 Heute appelliert eine globale Allianz von 500 zivilgesellschaftlichen Organisationen, die Treaty Alliance, an alle Mitgliedsstaaten des UN Menschenrechtsrats - darunter Österreich - sich in der Juni-Sitzung für die verbindliche menschenrechtliche Regulierung von Unternehmen einzusetzen. Auch österreichische NGOs fordern in einem offenen Brief an die österreichische Regierung sich bei der kommenden Abstimmung im Menschenrechtsrat für verbindliche Menschenrechtsstandards für Unternehmen stark zu machen.

TTIP: Investor-vs.-Staaten-Schiedsgerichtsverfahren sind Angriff auf Rechtsstaatlichkeit

Verhandlungspause sind nur erster Schritt in richtige Richtung Wien, 21.1.2014 Die angekündigte TTIP-Verhandlungspause zum besonders problematischen Teil der Investor-vs.-Staaten-Schiedsgerichtsverfahren (Investor-to-State Dispute Settlement, ISDS) sind ein Schritt in die richtige Richtung. Die breiten Proteste der Zivilgesellschaft zeigen erste Erfolge. Grundlegende Menschenrechte drohen durch TTIP ausgehebelt zu werden. FIAN International hat dazu eine internationale Protestbriefaktion gestartet. Gestern wurde das Schreiben, das die TTIP-Verhandlungen unter menschenrechtlichen Gesichtspunkten ablehnt, in Wien an EU-Chefverhandler Garcia Bercero übergeben.

TTIP: Chlorhühner übergeben Protestbrief an EU-Chefverhandler

Menschenrechte, Umweltschutz und Lebensmittelsicherheit sind nicht verhandelbar Wien, 20.1.2014 Der Chefverhandler des geplanten EU-USA Freihandelsabkommens (Transatlantic Trade and Investment Partnership, TTIP), Ignacio Garcia Bercero, ist heute in Wien. FIAN Österreich, ÖBV-Via Campesina Austria und Attac nutzen diese Gelegenheit, um einen Protestbrief zu übergeben. Sie fordern die EU dazu auf von den Verhandlungen zurückzutreten.

NGOs bringen menschenrechtliche Defizite Österreichs vor den UN-Sozialausschuss

Staatenprüfung Österreichs in Genf Genf/Wien 20.11.2013 - VertreterInnen des WSK-Rechte Forums nützen die Gelegenheit der Staatenprüfung Österreichs am 20. November vor dem UN-Komitee für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, um sich Unterstützung für ihre Anliegen von höchster Stelle zu holen. Auch im Bereich internationaler Wirtschaftsbeziehungen und der Entwicklungszusammenarbeit hat Österreich menschenrechtliche Verpflichtungen

Zahlenzauber - wirklich weniger Hunger?

"Positivtrend" ist trügerisch Wien, Berlin 11.10.2013. Im Vorfeld des Welternährungstages hat die FAO ihre neue Schätzung zu den Hungerzahlen veröffentlicht. Sie geht von 842 Millionen hungernden Menschen weltweit aus - einem Rückgang um 26 Millionen. FIAN rät jedoch zu großer Vorsicht bei der Nutzung dieser Zahlen. Die vermittelte Hoffnung ist trügerisch, da diese Zahl vor allem einer neuen Methodik geschuldet ist. Die Effekte steigender Nahrungsmittelpreise werden in der neuen Methodik kaum berücksichtigt.

Schattenbericht 2013

Menschenrechte sind kein Einsparposten: Bericht fordert Paradigmenwechsel Wien, 17.9.2013 - In wenigen Wochen wird der österreichische Staatenbericht über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte vor dem zuständigen UN-Komitee in Genf geprüft. Aus diesem Anlass präsentierte das NGO-Bündnis WSK-Rechte Forum heute einen Schattenbericht als zivilgesellschaftliche Gegendarstellung zum Regierungsbericht.

Launch: „Globales Netzwerk für das Recht auf Nahrung“

Am 24. Juni stellt sich in Wien das „Globale Netzwerk für das Recht auf Nahrung“ erstmals der Öffentlichkeit vor. Das Recht auf Nahrung ist eines der am meisten verletzten Menschenrechte weltweit. Netzwerkmitglieder aus Asien, Afrika, Europa und Amerika berichten von ihren lokalen und nationalen Erfahrungen im Kampf gegen Verletzungen des Rechts auf Nahrung. Sie erklären warum dieses Netzwerk gerade heute dringend gebraucht wird.

24h-Yoga-Marathon um den Globus zu Gunsten des Rechts auf Nahrung und FIAN

World Yoga Day 2013 Wien, 8.2.2013 „Wir sind sehr dankbar und begeistert, dass der World Yoga Day 2013 zu Gunsten von FIAN International stattfindet”, so FIAN Generalsekretär Flavio Valente. „Es ist sehr motivierend für unsere Arbeit, zu wissen, dass tausende Yogis rund um den Globus ihre Yoga-Session der Verteidigung der Menschenrechte, speziell dem Recht auf Nahrung, widmen.”

Aktiv für Menschenrechte! Offener Brief fordert Bundespräsident Heinz Fischer zum Handeln auf

20 Jahre nach der Wiener Menschenrechtskonferenz Wien, 7.12.2012. Im Juni 2013 jährt sich die bahnbrechende UNO-Menschenrechtskonferenz von Wien zum 20. Mal. Damals wurden unter anderem die Universalität und Unteilbarkeit der Menschenrechte anerkannt und für Frauenrechte wichtige Meilensteine gesetzt. FIAN Österreich fordert Bundespräsident Heinz Fischer auf, dieses Jubiläum nicht einfach zu ignorieren, sondern für die Menschenrechte aktiv zu werden und sich für Veranstaltungen zu Wien+20 stark zu machen.

EU-Agrarreform: Protestbrief an EU-Kommissar Cioloş übergeben

Plattform „Wir haben es satt!“ fordert radikale Wende in der EU-Agrarpolitik Perchtoldsdorf, 26. November 2012 - Die Verhandlungen über die Reform der Europäischen Agrarpolitik (GAP) gehen in die heiße Phase. Landwirtschaftsminister Berlakovich verweigert dabei den Dialog mit ihm nicht genehmen zivilgesellschaftlichen Organisationen. Er verstößt damit gegen den von der EU-Kommission vorgeschriebenen Beteligungsprozess.*

UN-Komitee (CEDAW) nimmt die togolesische Regierung in die Pflicht

Ernährungsunsicherheit von Landfrauen in Togo Genf, November 2012 - Das UN-Komitee für die Beseitigung der Diskriminierung der Frauen (CEDAW) hat klare Empfehlungen an den togolesischen Staat ausgesprochen: Togo soll sicherzustellen, dass Landverträge mit ausländischen Unternehmen nicht zu Zwangsräumungen, internen Vertreibungen und erhöhter Ernährungsunsicherheit von Frauen und Mädchen führen.

Welternährungstag: Keine Patente auf Tiere und Pflanzen!

Patente gefährden das Recht auf Nahrung Wien, 16.10.2012. Anlässlich des heutigen Welternährungstages organisierten NGOs und bäuerliche Organisationen eine Kundgebung vor dem Europäischen Patentamt am Rennweg in Wien. In der im Patentamt übergebenen Petition forderten sie, Patente auf konventionelle Züchtungen abzulehnen und erneuerten ihre Forderung, keine weiteren Patente auf lebende Organismen zuzulassen.

Wende in den globalen Entscheidungsmechanismen zu Ernährung nötig

OCCUPY THE FOOD SYSTEM! Wien (11.10.2012) – Der „Right to Food and Nutrition Watch 2012“ wurde am Mittwochabend von FIAN Österreich und „Brot für die Welt“ in Wien präsentiert. Der globale Bericht mit dem Titel „Who Decides About Global Food and Nutrition? – Strategies to Regain Control“ zeigt auf, dass es unmöglich ist, die Ursachen des Hungers zu bekämpfen, ohne die bestehenden Machtverhältnisse anzutasten.

NGO-Bündnis fordert: Umfassende Neuorientierung der Agrartreibstoffpolitik

Einmischen statt Beimischen Mit etwas Verspätung ist nun auch Umweltminister Berlakovich in Sachen Agrotreibstoff-Beimischung der neuen EU-Linie gefolgt. Das Netzwerk Agrotreibstoffe verbucht das vorläufige Aussetzen der E10 Einführung in Österreich als einen wichtigen Etappensieg. Damit wurden Teilforderungen einer laufenden Petition an das österreichische Parlament erfüllt. In der heutigen Pressekonferenz warnt das NGO-Bündnis aber davor, nun aus Unwissenheit und Ignoranz weitere Fehler zu begehen.

Erneute Gewalt gegen Bauerngemeinschaften in Honduras

Bajo Aguán Wien/Köln, 4. September 2012. FIAN verurteilt in einem gemeinsamen Statement mit 13 weiteren Nichtregierungsorganisationen die erneute staatliche Gewalt in Honduras gegen die Bauerngemeinschaften von Bajo Aguán. In den letzten Wochen wurden ein Mensch bei den Auseinandersetzungen getötet, mehrere andere verletzt oder inhaftiert.

Neuer Film "Coffee to go" erinnert an blutige Vertreibung in Uganda

Mubende Wien/Köln, 20. August 2012. Der heute veröffentlichte Film „Coffee to go – Mit dem Geschmack der Vertreibung“ erinnert zum elften Jahrestag an eine blutige Vertreibung in Uganda: Am 19. August 2001 vertrieb die ugandische Armee die Bevölkerung mehrerer Dörfer in der Nähe von Mubende von ihrem Land. Bis heute wurden die Betroffenen nicht entschädigt.

Öffentliche Anhörung offenbart Ausmaß der Gewalt gegen Bauerngemeinschaften

HONDURAS Wien, 4. Juni 2012. Morde, Gewalt, Entführungen – Bauern und Journalisten in Bajo Aguan (Honduras) leben gefährlich. Die menschenrechtliche Situation vor Ort ist ernst. Zu diesem Schluss kam am Donnerstag eine von FIAN und acht anderen Nichtregierungsorganisationen (NRO) getragene öffentliche Anhörung in der Bezirkshauptstadt Tocoa, an der auch Beobachter des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte, der interamerikanischen Menschenrechtskommission und der Europäischen Unionteilnahmen. Mit 18 Forderungen rufen die NRO die honduranische Regierung und die internationale Gemeinschaft zum Handeln auf.

FAO-Leitlinien zu Land

Wichtiger erster Schritt, jetzt müssen Regierungen sie anwenden Rom/Wien, 13.5.2012 Vom Komitee für Welternährungssicherung (CFS) wurden am Freitag Leitlinien über die Steuerung der Nutzung von Land, Fischgründen und Wäldern verabschiedet. Sie haben das Ziel die lokale Bevölkerung besser vor Land Grabbing zu schützen. FIAN begrüßt die Adoption der Leitlinien, bemängelt aber die Verankerung von Menschenrechten im Dokument.

Land für Menschen, nicht für Profite!

Globaler Aktionstag Wien, 17.4.2012 – Am internationalen Tag des kleinbäuerlichen Widerstands unterstützt FIAN Millionen von LebensmittelproduzentInnen in ihrem Kampf um Land. Im November 2011 wurde in Nyéléni, Mali eine Globale Allianz gegen Land Grabbing gründet und ein weltweiter Aktionstag gegen Landraub für den 17. April 2012 ausgerufen. Aktuelle Schätzungen sprechen von über 200 Millionen Hektar Ackerland, die sich seit 2000 vor allem die Privatwirtschaft angeeignet hat.

„Wir haben es satt!“: Gemeinsam für eine neue Agrar- und Ernährungspolitik

Plattform aus Umwelt-, EZA-, bäuerlichen und sozialen Organisationen fordert Umdenken Wien, 22.3.2012 Ein Zusammenschluss aus bäuerlichen Verbänden, Umweltschutz- und Entwicklungsorganisationen sowie sozialen Bewegungen forderte heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz eine völlig neue Agrar- und Ernährungspolitik. „Die Agrarindustrie in Europa verursacht Dioxinskandale, Gentechnik im Essen und Tierleid in Megaställen. Sie verschärft Hungerkrisen, den Klimawandel und das Höfesterben. Eine Reform der gemeinsamen Agrarpolitik der EU steht an und auch in der österreichischen Agrarpolitik müssen die Weichen völlig neu gestellt werden. Deshalb rufen wir den agrarpolitischen Frühling aus“, erklärten die Mitglieder der Plattform „Wir haben es satt!“.

„Biosprit“ verschärft Hunger: Bündnis fordert Parlament zum Handeln auf

Petition an Nationalrat fordert umfassende Evaluierung vor einer Einführung von 'E10'. Wien, 12.3.2012 - Ein breites Bündnis entwicklungs-, verkehrs- und umweltpolitischer Organisationen hat eine Petition im österreichischen Parlament eingereicht. Diese fordert, dass die Regierung ihre menschenrechtlichen Verpflichtungen wahrnimmt, sich für ein Moratorium der Beimischungsquote für Agrosprit einsetzt - sowie für umfassende ökologische und soziale Mindeststandards. Jede/r österreichische StaatsbürgerIn ab 16 Jahren kann die Petition jetzt online unterzeichnen.

Regierungen müssen Recht auf Nahrung von Frauen verwirklichen

Weltfrauentag Wien, Heidelberg 7. März 2012. Anlässlich des internationalen Frauentags fordert die Menschenrechtsorganisation FIAN von den Regierungen stärkere Anstrengungen zur Verwirklichung des Rechts auf Nahrung von Frauen. Frauen sind überproportional von Hunger betroffen. Gemäß den Vereinten Nationen sind 60 Prozent der 925 Millionen Hungernden weiblich.

Beschwerdeverfahren zum UN-Sozialpakt tritt in Kraft

Wien, 6. Februar 2013. Uruguay hat gestern bei den Vereinten Nationen als zehnter Staat die Ratifikation des Individualbeschwerdeverfahrens zum Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (UN-Sozialpakt) hinterlegt. Damit tritt in drei Monaten ein Beschwerdeverfahren in Kraft, mit dem sich Menschen, die sich in ihren Sozialen Menschenrechten verletzt sehen, nach Ausschöpfung der nationalen Rechtsmittel an die Vereinten Nationen wenden können. Die österreichische Bundesregierung verweigert bisher die Ratifikation des entsprechenden Zusatzprotokolls.

Landraub für unseren Tank - Beimischungsquote fördert Menschenrechtsverletzungen

Neuer Bericht Brüssel, Wien, 1.3.2012 Die EU-Agrartreibstoffpolitik (Stichwort 'E10') führt zu Vertreibungen und Hunger in Afrika. Das zeigt ein neuer Bericht, der am Dienstag in Brüssel von FIAN und EuropAfrica vorgestellt wurde. Mit dem vehementen Festhalten an der Beimischungsquote für Agrartreibstoffe tragen die EU und ihre Mitgliedsstaaten zur Verletzung des Rechts auf Nahrung bei.

Blumengütesiegel Flower Label Program (FLP) vor dem Aus

Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaft beenden ihre Mitgliedschaft Köln, Frankfurt, Osnabrück, Stuttgart, Wien 3. Januar 2012. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 sind FIAN Deutschland, FIAN Österreich, Brot für die Welt und terre des hommes als Nichtregierungsorganisationen (NRO) und die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) als Gewerkschaft aus dem Flower Label Program e.V. (FLP) ausgetreten. Die Organisationen sahen sich dazu durch die Entwicklungen im letzten Jahr und den Zustand des FLP e. V. am Jahresende 2011 gezwungen. Sie ziehen die erforderliche Konsequenz aus den inhaltlichen Veränderungen des Vereins und dem finanziellen Zusammenbruch des Gütesiegels.

Kunstwettbewerb: Hunger vor Gericht

Ende der Straflosigkeit Wien, 7.12. 2011 - Zum internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember startet der internationale Kunstwettbewerb “Hunger vor Gericht!” Die zentrale Botschaft ist: Verletzungen des Rechts auf Nahrung dürfen nicht länger straflos bleiben.

Uganda/Mubende: Hunger muss vor Gericht!

Die Straflosigkeit muss ein Ende nehmen! Wien, 28.11.2011 - Vor mehr als zehn Jahren wurden rund 400 Bauernfamilien in Mubende, Uganda, von ihrem Land und aus ihren Dörfern vertrieben. Sie mussten einer Kaffeeplantage weichen. Sowohl die ugandische Regierung als auch die deutsche Neumann Kaffee Gruppe müssen endlich für die Verletzung des Rechts auf Nahrung verantwortlich gemacht werden. Die Straflosigkeit muss ein Ende nehmen!

Erfolg für die Kampagne „fair flowers – mit Blumen für Menschenrechte“

Petition an Europäisches Parlament übergeben Wien, 27.10.2011. Gestern hat die Kampagne „fair flowers – mit Blumen für Menschenrechte“ ihre Petition zu menschenwürdigen Arbeitsbedingungen an den Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments übergeben. 5.601 Personen in Europa und Afrika unterstützen die Petition mit ihrer Unterschrift. Mit der Petition werden die Forderungen nach menschenwürdigen Arbeitsbedingungen in der Blumenproduktion im Europäischen Parlament auf die Tagesordnung kommen.

Welternährungstag: Unfaire Regelwerke produzieren Hunger

Ein Fußballmatch illustriert das böse Spiel von Agrarkonzernen und Spekulanten 14.10.2011 Wien, Stephansplatz – Unter dem Motto „Ein unfaires Match“ luden FIAN Österreich, ÖBV-Via Campesina Austria und die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar zu einem (Schau )spiel der besonderen Art: Das Team der Agroindustrie „Eintracht Profit“ trat gegen den „FC Essen für Alle!, die Frau- und Mannschaft von Landlosen, Kleinbäuerinnen, armen Frauen und FischerInnen an.

Menschenrechte haben Vorrang

FAO-Leitlinien zum Zugang zu Land Rom, Wien 12.10.2011. Aktuell finden im FAO Hauptsitz in Rom die zwischenstaatlichen Verhandlungen über „Freiwillige Leitlinien zu einer verantwortungsvollen Steuerung von Zugang zu Land, Wald und Fischgründen im Kontext nationaler Ernährungssicherung“ statt. Ziel ist, die Basis für eine nachhaltige Land- und Fischereipolitik zu legen. Das sich ausweitende Phänomen des „Land Grabbing“, das die Ernährungssicherung auf nationaler Ebene in vielen Ländern des Südens gefährdet, könnte dadurch eingedämmt werden.

Horn von Afrika: Landraub in der Hungerkrise

Neue Länderstudien veröffentlicht Obwohl Millionen Menschen chronisch hungern, wird fruchtbares Land in Äthiopien und Kenia an ausländische Investor_innen vergeben. Die beiden neu veröffentlichten Dossiers „Landnahme in Kenia“ und „Landnahme in Äthiopien“ stellen Land Grabbing in diesen nahrungsunsicheren Ländern auf den Prüfstand des Menschenrechts auf Nahrung.

April 2018

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