Indien: Solidarität mit Kleinbauern und -bäuerinnen in Odisha

Offener Brief an Regierung 

In einem offenen Brief an die Regierung des indischen Bundesstaats Odisha zeigt sich FIAN International besorgt über die jüngste Landvergabe im Bezirk Jagatsinhpur an die JSW Utkal Steel Ltd. Vor Ort werden fortgesetzte Menschenrechtsverletzungen dokumentiert.

 

Das ursprünglich mit Investitionen des koreanischen Stahlgiganten POSCO geplante Projekt sieht den Bau eines Stahlwerks, eines Hafens und den Abbau von Eisenerz vor. Die Aneignung des dafür benötigten Landes erfolgte unter Missachtung mehrerer Gesetze und Verfahren sowie der Vergabe illegaler Genehmigungen. Seitdem ihr Land gewaltsam erworben wurde, sind die Dorfbewohner*innen willkürlichen Verhaftungen sowie der Zerstörung von Wald und Ackerland – und somit dem Verlust ihrer Lebensgrundlage – ausgesetzt.

Die Auswirkungen auf die Umwelt sind besorgniserregend. Eine Analyse von FIAN International deutet auf weitreichende Menschenrechtsverletzungen hin. FIAN International fordert, das Land unverzüglich an die ursprünglichen Bewohner*innen zurückzugeben, deren Lebensunterhalt vollständig hiervon abhängt.

Lesen Sie hier das vollständige Schreiben an den Ministerpräsidenten von Odisha.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Sabine Pabst, Asien-Koordinatorin von FIAN International.

Konzerne müssen für Menschenrechts- und Umweltverbrechen zur Rechenschaft gezogen werden

Transnationale Konzerne und Unternehmen, die Lieferketten kontrollieren, bleiben in der Regel straffrei, wenn es um Menschenrechtsverletzungen geht, die oft mit Landraub und Umweltverschmutzung zusammenhängen. Am Montag, 24. Oktober, treffen sich Staaten eine Woche lang im UN-Menschenrechtsrat in Genf, um die langjährigen Verhandlungen über ein Abkommen fortzusetzen, das sie zur Verantwortung ziehen soll.

Kambodscha: Von deutscher Bundesregierung geförderte Studie bestätigt gravierende Probleme im Mikrokreditsektor

Eine vom deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderte Studie bestätigt das Problem der weitverbreiteten Überschuldung in Kambodscha durch Mikrokredite. Dieses führt zu einer „bedenklich hohen“ und „nicht akzeptablen“ Zahl von Landverkäufen. Wichtige Geber des kambodschanischen Mikrofinanzsektors sind verschiedene europäische und multinationale Entwicklungsbanken sowie private „ethische“ Investoren wie Oikocredit, Triodos Bank, Invest in Visions, Vision Microfinance und mit kleineren Beträgen die Bank im Bistum Essen und GLS Bank.
 

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