Global Peasants‘ Rights Congress

Wichtiger Schritt auf dem Weg zur Erklärung der Rechte für Kleinbäuer*innen.

Kleinbäuer*innen, Regierungsvertreter*innen, Menschenrechtsexpert*innen und internationale NGOs trafen sich vom 7. bis 10. März in Schwäbisch Hall zum ersten Global Peasants‘ Rights Congress. Die rund 400 TeilnehmerInnen aus über 50 Ländern setzten ein Signal, dass sie nicht tatenlos zusehen, wie die Rechte kleinbäuerlicher Nahrungsmittelproduzent*nnen zunehmend durch Politik und Agrarindustrie beschnitten werden. Sie arbeiteten an einer Erklärung der Vereinten Nationen zu den Rechten von Kleinbäuer*innen und anderen Menschen, die im ländlichen Raum arbeiten. FIAN organisierte die Tagung zusammen mit der Stiftung Haus der Bauern, der Kleinbauernbewegung La Via Campesina sowie der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL).

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Mit dem Kongress fand der von La Via Campesina und FIAN begleitete Prozess zu einer UN-Erklärung zu Rechten von KleinbäuerInnen und anderen Menschen, die im ländlichen Raum arbeiten, seinen vorläufigen Höhepunkt. Diese wird im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen vor allem von der EU und den USA bisher nicht unterstützt.

Mit einer über die vier Tage anhaltenden und ansteckenden Energie eröffnete Elisabeth Mpofu, Generalkoordinatorin von La Via Campesina, die Konferenz. Es folgten Beiträge von Klaus Töpfer (ehemaliger Direktor des UN-Umweltprogramms), Nardi Suxo (bolivianische Botschafterin und Vorsitzende der Arbeitsgruppe für die Erarbeitung der UN-Erklärung) und des Generalsekretärs der FAO, José Graziano da Silva (per Video-Botschaft), die zu mehr Wertschätzung gegenüber der bäuerlichen Landwirtschaft aufriefen. Impulsvorträge hielten Pat Mooney, Träger des alternativen Nobelpreises, und der stellvertretende Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte, Michael Windfuhr. Am Kongress wurde in fünf Arbeitsgruppen zu den Herausforderungen bezüglich Saatgut, Zugang zu Land, menschenwürdiges Einkommen, Biodiversität, Repression und Kriminalisierung von Kleinbäuer*innen gearbeitet. FIAN Österreich war auch dabei und brachte sich in die Arbeitsgruppe zum Recht auf Land ein.

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Nach vier Tagen intensiver Arbeit stellte Sophia Monsalve, Generalsekretärin von FIAN International, schließlich das hoffnungsvolle Abschlussdokument vor. Darin werden die Ergebnisse des Bauernkongresses zusammengefasst und die Wichtigkeit einer wirkungsmächtigen Erklärung betont. An ihr wird die Arbeitsgruppe des UN-Menschenrechtsrats vom 15. bis 19. Mai weiter arbeiten. Die Webseite dazu finden Sie hier. Der Kongress setzt daher ein wichtiges Zeichen im Vorfeld des nächsten Treffens der UN-Arbeitsgruppe.

Zusammen agrarökologische Schritte gehen

Nach vielen Wochen des gemeinsamen Lernens geht der agrarökologische Lehrgang von FIAN Österreich in Kooperation mit dem WeltTellerFeld im Oktober zu Ende. 13 junge Erwachsene wurden als Multiplikator*innen für eine agrarökologische Transformation ausgezeichnet.

Veranstaltungsreihe mit FIAN Indonesien

Von 21. bis 27. November bekommen wir Besuch von Kolleginnen aus FIAN Indonesien. Im Rahmen des Besuchs wird es auch mehrere Veranstaltungen geben. Wir sprechen darüber, wie Schulmahlzeiten zu einem gerechteren, gesünderen und nachhaltigeren Ernährungssystem beitragen können. In einem Zine-Workshop erarbeiten wir gemeinsam unsere Vorstellungen über unser Ernährungssystem der Zukunft und wir diskutieren über das Recht auf Nahrung in Zeiten von globalen Krisen.

FoodFirst - Die zweite Staffel der FIAN-Podcastreihe

Im März dieses Jahres feierte die erste Staffel des FIAN-Podcasts auf Radio Orange Premiere. Nun, ein halbes Jahr später, geht FoodFirst in die zweite Runde. Passend zum Internationalen Tag der Demokratie, den die Generalversammlung der Vereinten Nationen 2007 ausgerufen hat und der am 15. September begangen wird, widmet sich die zweite Staffel von FoodFirst in drei Kapiteln der Frage, was unser Ernährungssystem mit Demokratie zu tun hat, wo es an der Umsetzung hapert und was wir mit Blick auf unser Ernährungssystem für unsere Demokratie lernen können.

FAQ zu Good Food 4All

FIAN unterstützt Good Food 4All - Die Europäische Bürger:inneninitiative für das Recht auf Nahrung. Damit wollen wir die Europäische Kommission zum Handeln auffordern, um allen Menschen in Europa einen Zugang zu gesunden und nachhaltigen Lebensmitteln zu garantieren. In diesem FAQ beantworten wir alle Fragen rund um Good Food 4All. Du hast weitere Fragen? Schreib uns an office[at]fian.at.

„The Farmer Case“: Belgisches Gericht ebnet den Weg für Klimaklage gegen TotalEnergies

Der Fall des belgischen Landwirts Hugues Falys zeigt, dass die Klimakrise zunehmend als Frage von Menschenrechten vor Gericht verhandelt wird. Das Gericht hat die Klage des Landwirts gegen den Energiekonzern TotalEnergies für zulässig erklärt, das Urteil in der Sache wird für den 9. September 2026 erwartet. Das Gericht begründete dies damit, zunächst eine Entscheidung in einem parallelen Verfahren gegen TotalEnegies in Frankreich abwarten zu wollen.

Menschenrechte hörbar machen: Der neue Podcast FoodFirst

Drei Folgen, ein zentrales Thema: Mit „FoodFirst“ startet FIAN Österreich eine neue Podcastreihe, die alle sechs Monate erscheint und Wege zu gerechteren Ernährungssystemen aufzeigt. Den Auftakt macht die Staffel „Im Schatten der Lieferketten“, die sich mit Menschenrechten in der globalen Lebensmittelproduktion auseinandersetzt.

Good Food 4All - Nahrung ist ein Menschenrecht für alle!

Mindestens ein Fünftel der europäischen Bevölkerung hat keinen Zugang zu angemessener Nahrung. Industrielle Lebensmittelsysteme verschärfen Ernährungsunsicherheit, Klimawandel, Umweltverschmutzung, Verlust der biologischen Vielfalt, Ausbeutung von Arbeitskräften und Tierleid. Die EU muss das Recht auf Nahrung systemisch garantieren und gesunde, gerechte, humane und nachhaltige Lebensmittelsysteme für heutige und zukünftige Generationen fördern.

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