Filmverleihpaket: fronteira brasil - Kampf um Land in Mato Grosso

Festivalfassung: Faces of the Frontier von Thomas Marschall und Nikolaus Braunshör 52:00 Min Brasilien/Österreich 2008 portug OF dt synchron./en UT Mato Grosso – „der üppige Wald“ – ist jener Bundesstaat mit dem größten Agrarexportvolumen Brasiliens. Allem voran werden Soja als Futtermittel für die Viehzucht und Baumwolle für die Bekleidungsindustrie in die Länder Europas und Asiens exportiert. Im Dienste einer für globale Märkte produzierenden Agrarindustrie ist die Monokultur im Begriff, alle anderen Produktions- und Arbeitsweisen in der Region auszulöschen.

Siedler, Kleinbauern und Landbesetzer versuchen dennoch den Gesetzen des Marktes zu trotzen, um Land und wirtschaftliche Unabhängigkeit zu behalten bzw. erstmals zu erlangen. Sie schließen sich in kleinen Siedlungen zusammen um ihr Recht auf ein selbstbestimmtes Leben durchzusetzen. Ein Unterfangen, dass angesichts der Übermacht der großen Landbesitzer, oft aussichtslos erscheint.

Zwischen den Fronten steht ratlos vor den Folgen der Wirtschaftsweise des „weißen Mannes“ die indigene Bevölkerung Brasiliens. In Reservate gedrängt oder von ihrem Land vertrieben wird sie zum kaum gehörten Zeugen der Zerstörung ihres Lebensraumes und ihrer Kultur.

Der globale Kapitalismus ist bis in die letzten Ecken des, bis vor einigen Jahrzehnten noch völlig unerschlossenen, Westens Brasiliens vorgedrungen. Der Rechtsstaat scheint hingegen noch lange nicht angekommen. An der Peripherie gilt das Recht des Stärkeren, und manch einer bezahlt den Traum vom eigenen Grund und Boden mit dem Leben.

 

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