Hände weg vom Land!

Vortrag und Diskussion: Landraub in Afrika und das Menschrecht auf Nahrung Obwohl Millionen Menschen chronisch hungern, wird fruchtbares Land in Äthiopien, Uganda oder Kenia an ausländische InvestorInnen vergeben. Dieses Land Grabbing verletzt den Kern des Rechts auf Nahrung, indem es landlosen oder landknappen Gemeinschaften Acker- oder Weideflächen vorenthält oder gar entzieht.

Mittwoch, 8. Februar 2012

19:00 - 21:00 Uhr 

 

 

Wissensturm; Veranstaltungssaal E.09

Volkshochschule - Stadtbibliothek

Kärntnerstraße 26

4020 Linz

 

Vortrag: Brigitte Reisenberger (FIAN Österreich)

 

Zirka ein Drittel der bäuerlichen Haushalte Äthiopiens bearbeitet weniger als einen halben Hektar Land. Diese Größe reicht nicht aus, um genügend Nahrung für einen durchschnittlichen Haushalt zu produzieren. Anstatt diesen Bevölkerungsgruppen Zugang zu mehr Land zu ermöglichen hat die äthiopische Regierung im Vorfeld der Hungerkrise finanzträchtigen InvestorInnen aus Indien oder Saudi Arabien allein in der Gambela-Region 1,1 Millionen Hektar fruchtbarstes Land angeboten. Riesige Flächen wurden der lokalen Bevölkerung bereits entrissen und zur exportorientierten Produktion von Reis, sowie Palmöl und Zuckerrohr zur Agrartreibstoffproduktion vergeben. Agrartreibstoffe fördern Land Grabbing. Die Europäische Union hat 2007 beschlossen, den Anteil der Agrartreibstoffe im Transportsektor kontinuierlich auszubauen. Das für ihre Beschlüsse benötigte Ackerland hat die EU jedoch nicht. So werden Ackerflächen in Ländern des globalen Südens ‚organisiert‘, um den Agrartreibstoff-Bedarf für die Quote zu decken. Tatsächlich soll ein Drittel aller Land Grabbing Deals weltweit auf Agrartreibstoffe zurückzuführen sein.

 

Im Anschluss: Diskussion

 

Eintritt frei!

 

Im Rahmen von Denk.Mal.Global - Der globale Nahrungsmittel-Poker

Rohstoffkrise, Nahrungsmittelknappheit, Spekulation und Landraub

 

Eine Veranstaltung von: VHS Linz, Wissensturm und Südwind Oberösterreich

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