FOODFirst Magazin 2026/2
Menschenrechte stehen global unter Druck. Das betrifft auch das Recht auf Nahrung: Weltweit sind gemäß aktueller Zahlen der FAO 2,3 Milliarden Menschen von sogenannter Ernährungsunsicherheit betroffen, und auch in Österreich können sich 1,1 Millionen Menschen keine gesunde Ernährung leisten. Solidarisches Handeln auf globaler Ebene wäre dringend nötig, zentrale politische Entscheidungen werden aber immer mehr auf Interessen und Profitmaximierung ausgerichtet.
Umso erfreulicher ist es, dass dennoch eine Vielzahl an Initiativen entstehen, um das Recht auf Nahrung zu stärken. Einige dieser Geschichten möchten wir im aktuellen Heft veranschaulichen.
Elisabetta Recine schildert etwa im Interview ihre Erfahrung als Präsidentin von CONSEA beim Aufbau von demokratischer Teilhabe im brasilianischen Ernährungssystem.
Aber auch in Europa gibt es erfreuliche Initiativen. Etwa das Modellprojekt Caisse alimentaire commune in der französischen Stadt Montpellier. Auch von dieser Sozialversicherung für das Recht auf Nahrung berichten wir in der aktuellen Ausgabe.
In Österreich hat FIAN ebenfalls erfreuliches zu berichten. Im Frühherbst haben die Teilnehmer:innen unseres agrarökologischen Lehrgangs ihre Multiplikator:innen-Zertifikate erhalten. Zudem war das 20-jährige Jubiläum von Hunger.Macht.Profite. ein voller Erfolg mit spannenden Filmen und Diskussionen in der Stadt und am Land.