Niassa - Mosambik: Baumplantagen vertreiben kleinbäuerliche Landwirtschaft

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Großflächige, von europäischen Trägern finanzierte Baumplantagen zerstören in Mosambik die Lebensgrundlage von kleinbäuerlichen Gemeinschaften. In Niassa, einer im Norden Mosambiks gelegenen Provinz, wollen sechs Firmen auf einem Gebiet von 550.000 Hektar unter anderem Pinien und Eukalyptus anpflanzen. Eine dieser Firmen ist Chikweti Forests of Niassa, eine Tochter des schwedischen Global Solidarity Forest Fund (GSFF). Chikwetis Aktivitäten haben gravierende Auswirkungen auf die bäuerlichen Gemeinschaften in der Region, die zum Großteil auf familiäre Landwirtschaft angewiesen sind – insbesondere Frauen sind negativ betroffen. Die lokale Bevölkerung hat den Zugang zu ihrem Ackerland und zum ursprünglichen Wald verloren. Zudem stellt das Projekt eine Bedrohung für Wasserversorgung, Bodenzustand und biologische Vielfalt dar.

Praxisbeispiel Mosambik: Abkommen zu Menschenrechte und Wirtschaft – was bringt’s tatsächlich?

Im Juli 2018 wurde der Erstentwurf für ein international rechtsverbindliches UN-Abkommen zur Regulierung der Aktivitäten transnationaler Unternehmen im Bereich der Menschenrechte veröffentlicht. Um darzustellen wo genau das Abkommen ansetzt, um Menschrechtsverletzungen zu verhindern bzw. Betroffenen zu ihrem Recht zu verhelfen, hat FIAN International den Erstentwurf anhand eines Praxisbeispiels analysiert.

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