Guarani-Kaiowá - Brasilien: Indigenen wird Anerkennung ihres Landes verweigert

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Die Guarani-Kaiowá im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul kämpfen seit Jahrzehnten für die Durchsetzung ihrer von der brasilianischen Verfassung garantierten Landrechte. Im Zuge der Ausbreitung des Zuckerrohr-, Mais- und Sojaanbaues sowie der Rinderzucht seit den 1970er Jahren wurden sie immer mehr von ihren Territorien vertrieben. Die landwirtschaftliche Mechanisierung und die Rodung der Wälder schränken den Lebensraum der Guarani-Kaiowa  weiter ein. Zusätzlich zerstören die Monokulturen und die eingesetzten Pestizide die Biodiversität und damit die Lebensgrundlage der Indigenen. Der Verlust ihres Lebensraumes bedeutet eine Verletzung ihrer wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte.

In den letzten Jahren spitzte sich die Situation dramatisch zu. Während die Guarani-Kaiowá von der jeweiligen Regierung mit Versprechungen ruhig gestellt wurden, sichern die jetzigen Landbesitzer ihre Positionen durch Einfluss auf die Entscheidungsträger*innen sowie mit Hilfe privater Milizen ab. Wiederholt kam es zu gewalttätigen Angriffen gegen die Guaraní-Kaiowá. Außerdem verzögern sich die Landzulassungsverfahren, weil es keinen auseichenden Zugang zu Gerichten gibt. Hinzu kommt, dass die Regierung plant, die indigenen Landrechte durch Gesetzesänderungen aufzuweichen.

FIAN setzt sich in diesem Fall besonders für eine Verbesserung des Landzugangs ein. Die Guarani-Kaiowá müssen sich wieder selbst ernähren können!

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